80km/h und Radarbox im Pfändertunnel

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    Zurzeit gilt im Pfändertunnel auf der Autobahn A14 in Fahrtrichtung Tirol eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h statt der üblichen 100 km/h. Außerdem wurde dort zeitgleich eine mobile Radarbox eingebaut. Die beiden Maßnahmen hängen aber laut ASFINAG und Autobahnpolizei nicht zusammen.

    Die Geschwindigkeitsbegrenzung sei nach der Einsatzübung am 15. November nötig geworden, erklärte Bernhard Köck vom ASFINAG Tunnelmanagement auf Nachfrage des ORF Vorarlberg. Im Zuge der Übung habe man unter anderem mit Theaterrauch einen Brand simuliert. Dabei sei es zu einem Kurzschluss in der Energieversorgung für einen der vier Tunnel-Lüfter gekommen.

    Begrenzung voraussichtlich noch einige Wochen

    Das beschädigte System muss nun ausgetauscht werden, was aufgrund der Zulieferbetriebe allerdings mehrere Wochen in Anspruch nehmen könnte – möglicherweise sogar bis Jänner, so Köck. Weil die Lüftung nun nicht mehr mit voller Leistung laufe, müsse man gemäß Vorschrift die Höchstgeschwindigkeit in der Tunnelröhre Richtung Tirol auf 80 km/h begrenzen, um die Abgasbelastung zu senken.

    Zeitgleiche Radar-Installation ist Zufall

    Dass im selben Zeitraum ein Radarmessgerät in einer Pannenbucht in der Tunnelröhre Richtung Tirol installiert wurde, hänge nicht mit der Geschwindigkeitsbegrenzung zur Abgasreduzierung zusammen, so der Tunnelmanager. Geschwindigkeitsmessungen seien Sache des Innenministeriums und der zeitliche Zusammenhang reiner Zufall.

    Das bestätigt Marco Büsel, der Kommandant der Autobahnpolizei Dornbirn, auf Nachfrage des ORF Vorarlberg: „Das ist tatsächlich ein außergewöhnlicher Zufall, denn die Aufstellung der Box wurde bereits vor sechs Monaten geplant. Mit dem technischen Gebrechen im Tunnel hängt sie natürlich nicht zusammen.“

    Bisher noch keine Strafmandate

    Laut ASFINAG habe die Polizei natürlich spätestens am Morgen nach der Übung gewusst, dass die Höchstgeschwindigkeit in der nach Süden führenden Tunnelröhre begrenzt wurde und das Messgerät entsprechend eingestellt. Bisher habe aber noch niemand deswegen Post bekommen, so Büsel weiter. Man sei in Gesprächen mit der Bezirkshauptmannschaft, wie mit den bereits geschossenen Fotos jetzt verfahren werden soll.

    Mobiles Messgerät für alle Tunnel

    Bei der neuen Radarbox handle es sich nicht um ein fix montiertes, sondern um ein mobiles Messgerät, das in allen Vorarlberger Autobahntunneln zum Einsatz kommt, erklärt der Kommandant der Autobahnpolizei Dornbirn. Es werde also keineswegs nur an dieser Stelle gemessen. Das Gerät könnte in allen Tunnelröhren zum Einsatz kommen, so zum Beispiel auch im Ambergtunnel oder im Pfändertunnel Richtung Deutschland.


    quelle: https://vorarlberg.orf.at/stories/3131252/

    Warum nach den Sternen greifen, wenn man einen fahren kann.

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    Die Tochter des Neides ist die Verleumdung.