Abbiegeassistent: Große Kritik von Frächtern

  • Der Abbiegeassistent wird in Wien für Lkw über 7,5 Tonnen verpflichtend.


    Massive Kritik an dieser Entscheidung von Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne) kommt von den Frächtern. Sie sprechen von einem „überhasteten Vorgehen“ der Stadt.


    4. Februar 2020, 11.58 Uhr


    Die neue Verordnung, die ein Rechtsabbiegeverbot für Lkw ohne Assistenten beinhaltet, soll mit April in Kraft treten, bis Ende des Jahres gilt aber eine Übergangsfrist. Die Änderungen kommen dennoch zu schnell für Wolfgang Böhm, Obmann der Fachgruppe Transporteure in der Wiener Wirtschaftskammer. „Wir finden diese Verordnung ist überhastet. Die EU hat einen Beschluss gefasst, 2022 Geräte zur Typisierung freizugeben. Die Stadt Wien versucht jetzt, aus irgendwelchen Gründen, das vorzuziehen.“


    Alle Fahrzeuge in dieser kurzen Zeit umzurüsten, sei „einfach unmöglich“, sagt er im „Wien heute“-Interview. Laut Böhm betreffe die Verordnung im Raum Wien etwa 18.000 Fahrzeuge. „Da sind aber noch nicht die Oberösterreicher, die Deutschen, die Slowaken oder Italiener dabei, die müssten ja alle ihre Fahrzeuge umrüsten. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit“, so Böhm.

    Sechs Stunden Umbauzeit pro Fahrzeug:!:

    Nach ersten Erhebungen geht Böhm davon aus, dass ein Umbau circa sechs Stunden pro Fahrzeug dauern wird. „Es gibt derzeit im Raum Wien 15 Fachwerkstätten, die das machen können“, meinte Böhm. Die Kosten liegen zwischen 2.500 bis 4.500 Euro, je nach Ausstattung des Gerätes. Derzeit wird die Umrüstung mit 900 Euro pro Fahrzeug gefördert, „aber das ist auf fünf Fahrzeuge pro Unternehmen beschränkt“, kritisiert Böhm.


    Problematisch ist für Böhm auch, dass man nicht auf die Regelung der EU wartet. Gemäß einem EU-Beschluss ist eine Ausstattung für Lkw mit Abbiegesystemen für neue Fahrzeugtypen ab 2022 und ab 2024 für neu zugelassene Fahrzeuge Pflicht. „Wir haben das Problem, dass wir jetzt vielleicht Geräte einbauen, die wir ab 2023 wieder ausbauen. Wir verwehren uns nicht gegen diese Geräte, wir sind für die Sicherheit auf der Straße. Wir wollen das. Aber wir brauchen vernünftige Spielregeln und wollen, dass unsere Argumente gehört werden.“

    Frächter warnen vor mehr Verkehr in Wien:!:

    Böhm sieht noch eine große Gefahr: „Wir dürfen ja nach Wien hinein, wir dürfen dann aber nicht mehr rechts abbiegen. Das heißt, statt einmal rechts abzubiegen, müssten wir dann dreimal links abbiegen, um die gleiche Kurve zu machen.“ Dadurch würden Wege eher durch Wohngebiete oder an Schulen vorbeiführen. Das gelte vor allem für ausländische Frächter, die vielleicht nur einmal nach Wien liefern.

    Und auch ein anderes Phänomen könnte laut Böhm für mehr Verkehr in Wien sorgen: „Natürlich werden sich manche Frächter weigern, nach Wien hereinzufahren. Die werden dann im Speckgürtel abladen und es wird auf kleinere Lkw umgeladen. Dadurch werden wir einen erheblichen Mehrverkehr in Wien haben“, meint der Fachgruppenobmann.


    red, wien.ORF.at


    Quelle: https://wien.orf.at/stories/3033122/

  • warum versetz man den fußgängerübergang nicht 20 m von der kreutzung weg wie in anderen ländern?

    warum darf ein fussgänger radfahrer im verkehr ohne denken mit machen?

    Warum nach den Sternen greifen, wenn man einen fahren kann.

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