Neue Technologien verändern Nutzfahrzeugmarkt

  • ZZZ95.PNG


    Neue Antriebsstränge, Fortschritte in der autonomen Fahrtechnik und explosives Wachstum der Konnektivität werden den Nutzfahrzeugmarkt bis 2030 bereits grundlegend verändert haben. Davon geht eine Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting zur „Zukunft der Nutzfahrzeuge“ aus.


    17.10.2019
    Ilona Jüngst



    Für ihre Studie haben die Berater demnach mehr als 100 weltweite Hersteller, Lieferanten und Experten befragt. Laut der Studie werde die Anpassungsgeschwindigkeit bei neuen Antriebe und autonomen Fahrzeuge je nach Region und Nutzung aber unterschiedlich sein, während das Thema Konnektivität allgegenwärtig sei und neue Geschäftsmodelle generiere, die die Ertragsquellen in der gesamten Wertschöpfungskette verschieben werden.

    Drei Antriebstechnologien

    Laut der Studie gehören bei den Antrieben drei Technologien die Zukunft: LNG, weil der Tankvorgang schnell von Statten geht und es im Fernverkehr einsetzbar ist – Voraussetzung für die kommerzielle Nutzung sei aber noch eine angemessene Infrastruktur (Tankstellen und Vertriebsnetz).

    Wasserstoff-Brennstoffzellen: Die Vorteile sind ebenfalls eine schnelle Betankung, null Emissionen und die Eignung für den Fernverkehr. Voraussetzung dafür sei aber die Verfügbarkeit von billiger elektrischer Energie; hier hätten etwa Frankreich und China eher die Möglichkeit zur schnellen Umsetzung.

    Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge: Diese eigenen sich der Studie zufolge eher für leichte Nutzfahrzeuge im Nah- sowie im Stadtverkehr, Voraussetzung sei hier die klimaneutrale Gewinnung von Strom. Ab 2025, so die Experten, werden die Betriebskosten von batterieelektrischen Fahrzeugen, unter denen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor liegen.


    Elektroantrieb für leichte Nutzfahrzeuge:!:

    Nach Angaben der Berater werden 2030 Fahrzeuge mit neuer Technologie in Europa mit 31 Prozent einen größeren Anteil ausmachen als etwa in den USA, aber einen geringeren als in China. Den größten Anteil an alternativen Antrieben erwarten die Experten demnach mit 46 Prozent im Bereich leichte Nutzfahrzeuge bis 6 Tonnen, wobei das Gros auf batteriebetriebene Elektrofahrzeuge entfallen dürfte. Bei mittleren und schweren Lkw sehen die Experten LNG klar im Vorteil, zumindest in Regionen, wo der Kraftstoff zur Verfügung stehe, wobei die Technologie in der Brennstoffzelle einen ernstzunehmenden Wettbewerber habe.

    Verbrennungsmotor im gewerblichen Bereich länger im Einsatz:!:

    Auch das Thema autonomes Fahren war Gegenstand der Studie: Demnach sind im Vergleich zum Pkw-Sektor im Lkw-Bereich die Einführung alternativer Antriebe nicht so eng an die Technologie zum autonomen Fahren gekoppelt. Bei der Frage der Geschwindigkeit, mit der sich autonome Fahrzeuge etablieren werden, drücken die kommerziellen Kunden nach Ansicht der Studie deutlich auf die Bremse: Weil sie auch das Thema Gesamtkosten im Blick haben, werde der Verbrennungsmotor vermutlich auch in den ersten Phase des autonomen Fahrzeitalters im gewerblichen Bereich weiter dominieren.

    Autonome Technologie für den Fernverkehr:!:

    Lediglich rund zehn Prozent der leichten Lkw, so die Prognose, werden daher ab 2030 autonom fahren. „Die Technologie ist noch nicht reif für die Strapazen im typischen Lieferverkehr und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen noch erarbeitet werden“, so das Urteil der Beratungsexperten. Auch die Vorteile seien im Lieferverkehr geringer, weil für die Zustellung immer noch ein Fahrer gebraucht werde.

    Anders im Fernverkehr: Hier erwarten die Experten bereits ab 2030 einen Anteil von 20 Prozent an autonomen Fahrzeugen und damit die schnellste Verbreitung in allen drei Fahrzeugklassen – aus zwei Gründen: weil es keine großen Streckenunterbrechungen gibt und der Kostenvorteil am größten sei. Die Einführung in Europa könnte sich aber aufgrund der rechtlichen Unterschiede der einzelnen EU-Länder schwieriger gestalten als in den USA und in China.


    Quelle: https://www.eurotransport.de/a…hrzeugmarkt-10919294.html

  • zzzz22.JPG


    Die Flottenerneuerung wird kein Selbstläufer. Experten sehen die Mautspreizung als wichtigsten Hebel, um neue Technologien auf den Markt und in die Fuhrparks zu bringen - so eine Erkenntnis beim Zukunftskongress Nutzfahrzeuge 2019.


    20.11.2019 Matthias Rathmann


    Die Mobilität der Zukunft wird auf einer Vielzahl an Antriebstechnologien basieren – darüber herrschte Einigkeit beim Zukunftskongress Nutzfahrzeuge 2019, veranstaltet von Dekra in Kooperation mit lastauto omnibus, trans aktuell und TeleTraffic. Abhängig ist das Ganze vom Einsatzzweck, den Distanzen, Lasten und anderen Faktoren. Welche Antriebsart in Zukunft aber konkret welches Potenzial und welchen Anteil haben wird, darüber gingen die Meinungen weit auseinander. Großen Einfluss wird hier nach Ansicht der Experten der regulatorische Rahmen haben – seien es die künftige EU-Gesetzgebung oder die Ausgestaltung der Lkw-Maut in Deutschland. Und nicht zu vergessen: die Rolle der Verlader.

    IRU: Verlader müssen sich an Mehrkosten beteiligen:!:

    „Unsere Unternehmen kaufen in Europa 1.000 Lkw täglich“, erklärte Matthias Maedge als Vertreter der International Road Transport Union (IRU). „Wir können nicht sagen: Wir machen morgen alles anders.“ Nur wenn der Verlader oder Spediteur, der einen alternativ angetriebenen Lkw in der Ausschreibung verlange, sich auch an den Mehrkosten beteilige, sei die Flottenumrüstung und Abkehr vom Diesel möglich.:rolleyes:

    Ins gleiche Horn stieß Thomas Fabian, verantwortlich für Nutzfahrzeuge beim europäischen Fahrzeug-Dachverband ACEA. „Ein vollelektrischer Batterie-Lkw kostet gegenüber einem Diesel-Lkw das Drei- oder Vierfache“, sagte er. :huh: Um das zu stemmen, brauche es die nötigen Rahmenbedingungen, um daraus für Hersteller und Anwender ein Geschäft zu machen. Nach der aktuellen Gesetzgebung müssen sich die Hersteller auf eine CO2-Minderung von 30 Prozent bis 2030 und in einem Zwischenziel auf eine CO2-Minderung von 15 Prozent bis 2025 einstellen.

    Transport & Environment: Weg vom Verbrenner:!:

    Die Nutzfahrzeugexperten der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) halten die EU-Vorgaben für sinnvoll, um erstens die Klimaziele zu erreichen und zweitens die Marktreife von alternativ angetriebenen Fahrzeugen zu beschleunigen. „Mit diesen Vorgaben wird das Angebot an Null-Emissions-Lkw zunehmen“, zeigte sich T&E-Mann Stef Cornelis überzeugt. Für ihn ist die Botschaft klar: „Wir müssen weg vom Verbrenner.“

    Ein Gasfahrzeug, das mit fossilen Energieträgern unterwegs ist, ist für ihn daher keine wirkliche Option – obgleich zurzeit immer mehr mittelständische Spediteure LNG-Fahrzeuge in ihre Fuhrparks aufnehmen und das Tankstellennetz wächst. Die positiven Erwartungen hinsichtlich der Treibhausgase und Stickoxide hätten sich bei der Gesamtbetrachtung (Well to wheel) nicht erfüllt, :/ sagte Cornelis und verwies auf einen Test mit LNG-Fahrzeugen aller drei Anbieter durch seine Organisation.


    Quelle: https://www.eurotransport.de/a…der-zukunft-10986120.html

  • Fortsetzung: Elektro-Lkw vs. Gasfahrzeug Der Lkw-Antrieb der Zukunft

    Shell plant zehn LNG-Tankstellen in Deutschland:!:

    Zahlreiche Anwender wie naturgemäß auch Gaserzeuger, sehen die T&E-Ergebnisse aber kritisch. „Wir stimmen mit Ihren Schlussfolgerungen nicht überein“, erklärte Dr. Jörg Adolf, Chefvolkswirt von Shell Deutschland Oil, an die Adresse von Cornelis. Er sieht ein immenses Potenzial für Gasfahrzeuge in Deutschland. Zurzeit sind es 39 Tankstellen in sechs Ländern, die der Energieriese in Europa betreibt. Für Deutschland plant er bis Ende nächsten Jahres ein Netz aus zehn LNG-Tankstellen.

    Der Frischedienstleister Meyer Logistik kommt aufgrund eigener Erfahrungen ebenfalls zu einer anderen Bewertung des LNG-Themas. Knapp 40 mit dem Flüssigerdgas angetriebene Trucks hat das Unternehmen im Einsatz. „Unsere Werte sagen aus, dass wir eine wahnsinnige CO2-Ersparnis von bis zu 23 Prozent erzielt haben“, bilanzierte Geschäftsführer Matthias Strehl. Diese Werte seien wissenschaftlich untermauert, variierten jedoch je nach eingesetztem Auflieger und Fahrer. „Nach fast vier Jahren kann ich sagen: LNG ist ein voller Erfolg.“ Er könne jedem nur naheliegen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Und wenn es auch nur eine Brückentechnologie ist: Investieren Sie dort und probieren Sie es aus“, appellierte Strehl an die Adresse seiner Unternehmerkollegen.

    Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) verbindet mit Erdgas-Fahrzeugen ebenfalls große Einsparpotenziale. „Man kann warten bis in alle Ewigkeit – oder Technologien nutzen, die schon marktreif sind“, so die Analyse vom kommissarischen Bereichsleiter erneuerbare Energien und Mobilität bei der Dena, Stefan Siegemund. „Das Zero-Emission-Fahrzeug ist heute noch ein Traum“, erklärte er. „Die einzige für alle Anwendungsfälle verfügbare Alternative ist LNG und CNG.“ Durch einen Ausbau der Gasflotten lasse sich die Treibhausgasbelastung bis 2030 um gut sieben Millionen Tonnen reduzieren, prognostizierte er.


    Quelle:https://www.eurotransport.de/a…der-zukunft-10986120.html

  • Magirus präsentiert neue elektro- und gasbetriebene Löschfahrzeuge der iDL-Serie

    Mit dem weltweit ersten normkonformen CNG-betriebenen (H)LF 10 erweitert Magirus seine Serie „Innovative Drive Line“. Damit geht das Unternehmen, nach der Vorstellung von Elektro-Kleinlöschfahrzeugen, den nächsten Schritt im Aufbau direkt einsetzbarer Feuerwehrfahrzeuge mit zuverlässiger, alternativer Antriebstechik


    magirus 11.jpg

    Als erster Hersteller von Fahrzeugen für den Brand- und Katastrophenschutz stellt Magirus im Rahmen seiner diesjährigen Pressekonferenz in Ulm ein gasbetriebenes Löschfahrzeug vor. Damit geht das Unternehmen konsequent den nächsten Schritt in der Umsetzung umweltschonender, sofort verfügbarer Fahrzeuge für den Feuerwehreinsatz. Mit seiner Serie „Innovative Drive Line (iDL)“ überführt Magirus die neuesten Entwicklungen im Bereich ausgereifter alternativer Antriebtechnik in praxisgerechte Fahrzeuge, die kompromisslos und zuverlässig einsetzbar sind. Während das erste CNG-betriebene (H)LF 10 nun für Feuerwehren verfügbar ist, stellen viele Kommunen bereits seit Jahren ihre Flotten auf erdgasbetriebene Fahrzeuge um und optimieren damit erfolgreich ihre CO2-Emissionen. „Mit der iDL bringt Magirus das heute technisch mögliche und einsatztaktisch Sinnvolle in Serie“, fasst Marc Diening, CEO von Magirus, die Ausrichtung der neuen Serie zusammen.

    Umweltschonend, ganzheitlich, effizient:!:

    Das (H)LF 10 ist auf einem Iveco Eurocargo „Natural Power“ 4x2-Fahrgestell mit 420 Litern Compressed Natural Gas (CNG)-Vorrat und vollautomatischem Allison-Wandlergetriebe aufgebaut. Mit Reichweiten von bis zu 300 Kilometern bzw. einem Pumpenbetrieb von bis zu 4 Stunden sowie keinen Kompromissen bei der Beladung entspricht das Fahrzeug vollständig gängigen Normen. Zudem wurde ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit gelegt und der CNG-Einbau umfassend geprüft und homologiert. Dass Magirus ganzheitlich auf eine möglichst umweltschonende Einsatztechnik setzt, zeigt sich auch im Inneren des Aufbaus. So wird zum Beispiel die Zusatzheizung für den Mannschaftsraum mit Gas betrieben. Ferner sorgen ein neuartiger, wasserstoffbetriebener Hybrid-Stromerzeuger sowie akkubetriebene Lüfter und Rettungsgeräte serienmäßig und dauerhaft für eine höchstmögliche Reduktion der Emissionen.


    magirus 12.jpg

    Zukunftsweisende, verlässliche Technologie in Serie:!:

    Mit der „Innovative Drive Line“ ist Magirus Vorreiter in der serienmäßigen Produktion von umweltschonenden, zukunftsfähigen Feuerwehrfahrzeugen. Das erste voll elektrische Löschfahrzeug von Magirus markierte 2018 den ersten entscheidenden Schritt auf dem Weg zum weitreichenderen Einsatz emissionsfreier Feuerwehrfahrzeuge. Bei der Auswahl geeigneter Fahrgestelle legt Magirus besonderen Wert auf Effizienz und Zuverlässigkeit sowie Flexibilität hinsichtlich der individuellen, aufbauseitigen Anforderungen von Feuerwehren weltweit.


    magirus 10.PNG



    Leistungsfähiges, allradbetriebenes HLF iDL ergänzt die multifunktionellen E-Fahrzeuge:!:

    2018 präsentiert Magirus mit dem HLF iDL das zweite elektrisch betriebene Fahrzeug im Kleinlöschfahrzeugsegment. Mit einer Reichweite von bis zu 110 km, einer Akkulaufzeit im Pumpenbetrieb von bis zu 4 Stunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h ergänzt das Unternehmen damit seine iDL-Serie um ein kompaktes Allradfahrzeug mit einer integrierten Pumpe. Mit 40 l/min bei 40 bar und dem abnehmbaren Aufbau ist das Fahrzeug leistungsfähig und höchstflexibel. Neben der Verwendung innerhalb von Gebäuden oder Terminals können beide elektrischen Kleinlöschfahrzeuge auch im innerstädtischen Bereich, beispielsweise in Einkaufszentren, Bahnhöfen, engen Altstadtgassen oder Tunneln, eingesetzt werden.

    Sofort verfügbare Fahrzeuge treffen auf hohe Nachfrage:!:

    Magirus zeigt mit der „Innovative Drive Line“ einmal mehr seine herausragende Kompetenz in der Entwicklung richtungsweisender und nachhaltiger Feuerwehrfahrzeuge. Die Serie gibt Antworten auf die starke Nachfrage von Städten, Gemeinden, Unternehmen und Feuerwehren nach umweltschonenden, einsatztauglichen und wirtschaftlichen Lösungen. Sie verbindet leistungsfähige, praxiserprobte Fahrgestelle mit alternativem Antrieb und dem flexiblen Aufbau zu einem individuell konfigurierbaren Feuerwehrfahrzeug, das bereits heute verfügbar ist.


    Quelle: https://www.magirusgroup.com/d…hfahrzeuge-der-idl-serie/


  • Ja, das macht natürlich Sinn, wenn das Chemiewerk brennt muss ja nicht die Umwelt verpestet werden mit so einem stinkenden LKW. Das muss gefälligst in 4 Stunden gelöscht sein, schließlich wollen die Anrainer auch irgendwann Ruhe haben, da ist so eine natürliche Begrenzung der Laufzeit sehr praktisch.


    Und hoffentlich ist der Innenraum vegan, koscher und halal!


    Ich kann garnicht soviel fressen wie ich speiben möchte bei soviel Schwachsinn.

    Die Arbeit läuft nicht davon, während Du dem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht ...


    svensk krop dansk arm østrigske hjerne