Drohen Lkw-Abbiegeverbote in Österreich? Sicherheitskatalog verabschiedet

  • Österreich will schon im Sommer zehn konkrete Maßnahmen in Bezug auf den Toten Winkel bei Lkw umsetzen – auch Abbiegeverbote gehören dazu.

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    Um Lkw-Abbiegeunfälle zu verringern, fordert nun auch das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) die frühere Überarbeitung der Allgemeinen Sicherheitsverordnungen auf EU-Ebene und erklärt, dazu den Schulterschluss mit Deutschland zu suchen. Der österreichische Verkehrsminister Norbert Hofer kündigt außerdem an, die freiwillige Nachrüstung mit Assistenz-Systemen finanziell zu unterstützen.

    Im österreichischen Parlament, so erklärt das Verkehrsministerium, soll außerdem eine Veränderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) in die Wege geleitet werden, die es unter anderem Gemeinden ermöglicht, an potentiell gefährlichen Kreuzungen ein Abbiegeverbot für Lkw zu erlassen – es sei denn, sie lassen sich durch Umbaumaßnahmen entschärfen. Das war seither nur bei sogenannten Unfallhäufungspunkten möglich.

    Auch von Oppositionsseite gibt es zu den geplanten Änderungen positive Signale. Ziel ist es, dass die Novelle bereits zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 in Kraft tritt.

    Der 10-Punkte-Sicherheitskatalog:

    • Infrastrukturmaßnahmen zur Behebung von Gefahrenstellen sowie Spiegel an gefährlichen Kreuzungen. Die Umsetzung greift sofort bei in- und ausländischen Lkw.
    • Verordnungsermächtigung für Gemeinden zur Erlassung von Abbiege-Verboten für Lkw an gefährlichen Kreuzungen in Abstimmung mit Städten und Gemeinden (Änderung der StVO §96).
    • Ausschreibung des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds (VSF) zum Thema Lkw-Verkehr mit Augenmerk auch auf das Thema Toter Winkel.
    • Fokus Lkw-Sicherheit im Verkehrssicherheitsbeirat.
    • Ausbildung der Lkw-Fahrer im Rahmen der Berufskraftfahreraus- und Weiterbildung seitens BMVIT nun verstärkt auch hinsichtlich Verkehrssicherheit und Toter Winkel.
    • Ausstattung von Asfinag-Parkplätzen mit Einrichtungen zur korrekten Ausrichtung der Lkw-Spiegel sowie Kontaktaufnahme mit Mineralölfirmen, um auszuloten, ob die Einrichtung solcher Plätze bei Tankstellen möglich ist.
    • Bewusstseinsbildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen von Verkehrsteilnehmern, wie zum Beispiel Kinder oder Ältere, betreffend des Toten Winkels.
    • Informationskampagne zum Thema Toter Winkel mit Partnern.
    • Förderung der Nachrüstung von Lkw mit Abbiegeassistenz- und Monitorsystemen in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) und unter Berücksichtigungder Ergebnisse des Pilotprojektes „Rundum-Sicht im Straßenverkehr“.
    • Fortschritte bei der Überarbeitung der AllgemeinenSicherheitsverordnung (begonnen im Rahmen der EU-Präsidentschaft Österreichs 2018) und vehemente Forderung Österreichs bei der Europäischen Union für deren frühere Umsetzung und Schulterschluss mit Deutschland und anderen EU-Partnern in dieser Frage.


    quelle: https://www.eurotransport.de/a…lFMrNucxzMSomT5vxzBkhyDUg

    Warum nach den Sternen greifen, wenn man einen fahren kann.

    Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.

    Die Tochter des Neides ist die Verleumdung.

  • ich bin aufgewachsen da wurde mir eben gesagt, auf der strasse musst du aufpassen, mußt aufmerksam sein, die strasse ist kein spielplatz, und es war damals weit weniger verkehr, heute laufen sehr viele mit handy in der hand herum und haben neben bei noch die stöpsel im ohr, auf passen müssen die anderen.

    der abbiege assistent sollte nur zur unterstützung sein falls mal jemand einen fehler macht, den niemand ist fehler frei, aber so wie es aussieht wird ja jeder autofahrer, insbesondere der lkw fahrer in die pfilcht genommen das eben leute nicht mehr aufpassen müssen, glaub das geht in die falsche richtung.

    Warum nach den Sternen greifen, wenn man einen fahren kann.

    Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.

    Die Tochter des Neides ist die Verleumdung.

  • nicht nur im Strassenverkehr werden die Leute aus der Eigenverantwortung entlassen

    siehe Urteil gegen den Almbauern, was kann der Bauer dafür wenn die Leute so blöd sind und mit einem Hund durch eine Kuhherde mit Kälbern wollen

    :thumbdown::thumbdown::thumbdown:

  • wer ihn nicht kennt, schaut euch mal den film "idiocracy" an. der trifft das thema auf den punkt ...

    Die Arbeit läuft nicht davon, während Du dem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht ...


    svensk krop dansk arm østrigske hjerne

  • Ich seh das auch eher kritisch das hier schwächere Verkehrsteilnehmer komplett aus der Veantwortung genommen werden.

    Bei Kindern seh ichs ja noch ein. Aber wenn erwachsene überfahren werden hält sich mein Mitleid und mein Verständniss in Grenzen.

    Das sind dann so klassische Darwin Award Fälle. Und ich sehs auch kritisch das man aus dem Zebrastreifen einen Schutzweg gemacht hat.

    Der Zebrastreifen schütz vor garnichts.

    Heute hab ich eine Reportage gesehn wos um das Thema ging, da hat eine Frau ihre jugendliche Tochter (Studentin) genau bei so einem Unfall verloren.

    Jetzt frag ich mich, wie kann ich mich in dem Alter von einem LKW überfahren lassen. Wie dumm muss man sein?

    Oder beobachtet mal speziell in Wien wie nahe die Leute an einer Kreuzung an der Gehsteigkante stehen.

    Ich hab auch von einem Vorschlag gehört bei dem Fußgänger und Straßenverkehr niemals gemeinsam grün haben. Währ wohl die einfachste Lösung.

  • ich hab deinen beitrag genau gelesen, und dann lies das mal, ist einen freund von mir passiert, bei den letzten achsen vom Auflieger, ich sag da nichts dazu weil es sicher dann heist ich bin parteiisch, aber ist es nicht genau das was du gerade schrieben hat, unaufmerksam oder?


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    Warum nach den Sternen greifen, wenn man einen fahren kann.

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  • Wenns die letzten Achsen vom Auflieger waren sagt das eh schon alles, da haben vorher schon 14 Meter LKW die Kreuzung überquert. Ist das selbe wennst unter den letzten Waggon von einem 300 Meter langen Zug kommst. Da würd niemand auf die Idee kommen beim Lokführer die Schuld zu suchen