Eu will Nomadentum der LKW Fahrer beenden

  • https://www.krone.at/1820108


    Wenn es nach dem Willen der EU-Staaten geht, sollen Lkw-Chauffeure nicht mehr in ihren Fahrerkabinen schlafen dürfen und in Zukunft das Recht haben, alle drei bis vier Wochen heimzukommen. Darauf hat sich der Verkehrsministerrat nach Marathonverhandlungen in der Nacht auf Dienstag geeinigt. Die EU will damit das derzeit bestehende „Nomadentum“ von Lkw-Fahrern - wochenlange Touren ohne feste Unterkünfte - beenden. Damit das Paket in Kraft tritt, muss das EU-Parlament noch zustimmen.


  • Das alle drei bis vier Wochen zu Hause finde OK und gehört aus rigoros kontrolliert. :thumbup:




    Das Wochenende aber dann nicht mehr im LKW verbringen zu dürfen finde ich totalen Schwachsinn. :thumbdown:




    Man ist z.B. im Fernverkehr, bleibt in Spanien, Skandinavien, Italien oder sonst wo übrig,?( die Wöchentliche Fahrzeit ist zu Ende,:whistling: dann irgendwo ins Hotel mit Sack und Pack weitab vom LKW wo man ja häuslich eingerichtet ist.X/ Geht’s eigentlich noch ? Die so etwas entscheiden haben keine Ahnung vom Fahrerleben, solche und andere Gesetze sind für den Fahrernachwuchs natürlich nicht förderlich.:thumbdown:




    Dem Wildwuchs und Nomadentum im Fernverkehr muss Einhalt geboten werden,:thumbup: keine Frage, aber gleich das Wochenende im LKW zu verbieten:/ ist nicht der richtige Weg und bestraft letztendlich die Fahrer. :thumbdown:




    Auf die Lösung drei Wochen Fahren mit Einhaltung aller bisher geltenden Pausen (Tages und Wochenendruhezeit usw.) und die dritte Woche dann zwingend frei, aber zu Hause, kann man ja am Digitacho kontrollieren, ist von den klugen Herrn anscheinend noch keiner gekommen.8o


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  • EU-weit gibt es rund zwei Millionen Fernfahrer. Unter Truckern hatte die Ankündigung eines Kabinenschlafverbots bereits für Aufregung und Kopfschütteln über die Bürokraten in Brüssel gesorgt.:whistling: Manche hatten sich schon in Zelten oder Containern schlafen gesehen.;)

    Ein absolutes Kabinenschlafverbot wäre ohnehin nicht umsetzbar, sind sich die Lkw-Fahrer sicher. Es gebe an den Autobahnen nämlich zu wenig Hotels mit Parkplätzen für Lastwagen, es seien schon jetzt die Rastplätze überfüllt. Auf Facebook meinte ein Fernfahrer: „Mir wäre lieber gewesen, die EU hätte vorgeschrieben, dass nur große Fahrerhäuser im Fernverkehr eingesetzt werden dürfen.“

    Marathonverhandlung:!:

    Die EU-Staaten hatten sich nach Marathonverhandlungen in der Nacht auf Dienstag auf neue Ruhezeiten für Lkw-Fahrer im grenzüberschreitenden Transport geeinigt.:/ Fahrer haben in Zukunft das Recht, alle drei bis vier Wochen heimzukommen, kündigte der EU-Ratsvorsitzende Norbert Hofer an.

    Die EU will damit das "Nomadentum" von Lkw-Fahrern beenden. :thumbup: Die Einigung erfolgte im Rahmen des sogenannten EU-Mobilitätspakets. Damit das Paket in Kraft treten kann, muss noch das Europaparlament zustimmen, das noch keine Position festgelegt hat.

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    Die Frächter müssen sicherstellen, dass Fahrer spätestens alle vier Wochen in ihre Heimat zurückkehren können.:thumbup: Wenn sich der Fahrer für zwei reduzierte Ruhezeiten pro Woche entscheidet, muss er bereits alle drei Wochen zurückkehren können.:thumbup:

    Ost- gegen Westeuropa:!:

    Hofer bezeichnete die Einigung als die umfassendste in der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft. Zwei Millionen Arbeitnehmer seien von den neuen Regeln betroffen. Deren soziale Rechte würden massiv verbessert, Sozialdumping, unfairer Wettbewerb und illegale Kabotage verhindert, sagte Hofer. "Das Übernachten auf dem Parkplatz gehört der Vergangenheit an."X/

    EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc dankte Hofer und dem österreichischen EU-Vorsitz für das herausragende Ergebnis. Hofer konzedierte in Hinblick auf die osteuropäischen EU-Staaten, die liberalere Regeln wollten, dass sich vielleicht nicht alle als Gewinner sehen würden.


  • Lkw-Fahrer ins Hotel,:rolleyes: Brüssel gegen das europäische Transportgewerbe und die Nationen:!:


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    Lkw-Fahrer sollen ihre Kabinen künftig regelmäßig gegen Hotelbetten tauschen.X/ Die Rede ist von einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen.?( Nur: Wollen die Fahrer das? :whistling:


    Besuch auf einem Rastplatz an der Autobahn 9.


    Als Klaus Stumpf aufwacht, färben die letzten Sonnenstrahlen des Tages die Alpen am Horizont rot. Stumpf schlägt die Vorhänge an seinen Panoramafenstern zur Seite, er blickt auf den Sonnenuntergang. Und jede Menge Lastwagen, penibel aufgereiht am Rastplatz Fürholzen West, Autobahn 9.

    Klaus Stumpf, 59, fährt seit 38 Jahren Lkws quer durch Europa. Früher in Fahrerkabinen, in denen er nicht aufrecht stehen konnte und auf Schaumstoffmaträtzchen schlief, kaum breiter als eine Yogamatte. Jetzt sitzt er in der Kabine seines lilafarbenen 40-Tonners auf einer Sieben-Zonen-Kaltschaummatratze mit Lattenrost und eingebautem Kühlschrank darunter; an der einen Wand hängt ein Fernseher mit Sat-Anlage, auf dem riesigen Armaturenbrett stehen Gewürzgläser und eine Kaffeemaschine.

    "Wo bitte sollen denn all die Fahrer schlafen, wenn nicht in ihren Kabinen?",:whistling: fragt Stumpf. Und: "Selbst wenn es so viele Hotels gäbe, wer soll das denn bezahlen?":rolleyes: Dass sein Chef das übernimmt, hält er für einen schlechten Witz, und von seinen 24 Euro Spesen pro Tag lässt sich nirgends nächtigen. :whistling: Gegen die Überfüllung der Parkplätze hat Klaus Stumpf seine eigene Maßnahme ergriffen: Seit einigen Jahren fährt er ausschließlich nachts. "Wenn ich morgens zum Schlafen abfahre, sind die Parkplätze leer gefegt."




  • Fortsetzung: Lkw-Fahrer ins Hotel 107.jpg

    "Wir brauchen gar keine Hotels", sagt Lars Engelmann:!:

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    Lkw-Fahrer war früher einmal ein Sehnsuchtsjob, die Freiheit on the road, der Traum von Abenteuern auf den Straßen irgendwo, in fernen Ländern. Die ARD-Serie "Auf Achse" mit Manfred Krug bediente diesen Mythos in sechs Staffeln, karierte Flanellhemden und Trucker-Caps bahnten sich ihren Weg aus Führerhäuschen in die Hipstermode. Aber heute? Heute ist Lkw-Fahrer ein Knochenjob. Die Freiheit kontrollieren GPS-Sender und Fahrtenschreiber.X/

    Klaus Stumpf und Vladimir Alekseev machen diesen Job gerne, sagen sie. Stumpf war vorher Maschinenschlosser und Schornsteinfeger, Alekseev Gabelstaplerfahrer im Lager eines Spielzeugherstellers. Doch wenn die beiden erzählen, merkt man ihnen an, dass ihnen die Sehnsucht ein wenig abhandengekommen ist. Nicht, weil ihre Schlafzimmer hinter einem Lenkrad und auf ein paar dicken Reifen liegen. Unter der Woche auf Achse zu sein und zu liegen, damit haben sie sich längst arrangiert.:rolleyes:

    "Wir brauchen gar keine Hotels", sagt in einem anderen Lkw Lars Engelmann, während er unter einem Einbauschrank auf seiner Matratze sitzt. Am Armaturenbrett hängt ein Foto seiner Familie, Ehefrau, zwei kleine Kinder.;) Was ihn und seine Kollegen Stumpf und Alekseev viel mehr beschäftigt als das Problem, das Hofer und dessen EU-Kollegen lösen wollen, ist Sozialdumping, unlauterer Wettbewerb, durch Fahrer, vor allem aus Osteuropa, die zum Teil wochenlange Touren ohne eine Rückkehr nach Hause absolvieren.:thumbdown: Zu Hunderten warten sie an Raststätten auf spontane Aufträge, für 1000 Euro monatlich.?( Der EU-Beschluss soll dafür sorgen, dass Kraftfahrer künftig höchstens vier Wochen am Stück in Europa unterwegs sind.:thumbup:

    Das sei ja gut, dass Sozialmaßnahmen ergriffen werden, sagt Engelmann, der 36-Jährige mit dem grau melierten Vollbart. Aber fürs Erste würde es schon helfen, wenn es an den Autobahnen eine bessere Beschilderung gäbe, mit Informationen über freie Parkplätze an den Raststätten oder Wegen ins Gewerbegebiet. Über die Schlafmöglichkeiten der Fahrer könnte man dann immer noch nachdenken.

    Außerdem, sagt Lars Engelmann, "schlafe ich hier im Wagen eigentlich besser als in meinem Bett zu Hause". Im Lkw ist es nachts so schön ruhig.8o


    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/pa…hotels-schlafen-1.4244255


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    Kaum Kontrollen, kaum Hotels in der Nähe der Parkplätze: Deutsche Verbände kritisieren die neuen EU-Pläne für Lkw-Fahrer. Das Schlafverbot in Kabinen sei ohnehin schon geregelt.


    Von Fatima Talalini und Till Krause, WDR


    Schlechter Lohn, weder richtiges Bett noch Dusche, dafür aber wochenlange Fahrten ohne Heimaturlaub? :thumbdown: Damit soll für Lkw-Fahrer in der EU Schluss sein. :rolleyes: Die EU-Staaten wollen Fernfahrer besser vor Ausbeutung und Lohn-Dumping schützen.X/ Darauf haben sich die EU-Verkehrsminister nach zähen Verhandlungen geeinigt. Das Gesetzespaket müssen die Mitgliedstaaten jetzt allerdings noch mit dem EU-Parlament aushandeln.


    Weniger Stau an Raststätten: Auch das ist ein Ziel der neuen EU-Regeln für Lkw-Fahrer. Doch ob das gelingt, ist fraglich - und in Osteuropa gibt es gegen das komplette Trucker-Hilfspaket Widerstand.


    Von Andreas Meyer-Feist, ARD-Studio Brüssel


    Bis in die Nacht wurde verhandelt - am frühen Morgen dann müde Gesichter in Brüssel. Und eine nächtliche Posse um ein Nachtschlafverbot für Trucker in ihren Kabinen nahm ihren Lauf. =O Es sei "Außergewöhnliches" erreicht worden, freute sich EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulz. Und Österreichs Verkehrsminister Norbert Hofer lobte seine eigene Regierung.:rolleyes: Dies alles sei ja auch der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft zu verdanken.:D "Nach dem Beschluss sind sich viele vor Freude um den Hals gefallen."



    Doch die Freude währte nicht lange. Denn offenbar war nicht allen Verkehrsminister am frühen Morgen klar, was sie denn nun genau beschlossen haben: mehr Lohn, bessere Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer - neue Sozialstandards, die das ganze Leben der Trucker umkrempeln sollen.:huh:



    Übernachtungen in den Führerhäusern sollen nicht mehr erlaubt sein. Für die Spediteure wird das teuer: Sie müssen in Zukunft für Unterkünfte in Hotels, Pensionen oder angemieteten Wohnungen entlang der Route sorgen. Während Hofer zunächst von einem "absoluten Kabinenschlafverbot" gesprochen hatte, stellte eine Sprecherin inzwischen jedoch klar: Das gelte nur für die wöchentliche Ruhezeit, nicht für die Übernachtung nach einer regulären Schicht.

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    106.jpg Weiß Hr. Hofer eigentlich was er damit beschlossen hat?:rolleyes: War wieder so eine 0815 Aktion wie die 140 km/h auf der Autobahn. Lohndumping wird mit dieser Regelung auf keinen Fall beseitigt.:/ Diese Verkehrsminister haben ja alle wenig Ahnung was da im Transportgewerbe so abläuft und wie das die Frächter wieder umgehen zu wissen.


  • Diese Verkehrsminister haben ja alle wenig Ahnung was da im Transportgewerbe so abläuft und wie das die Frächter wieder umgehen zu wissen.

    die sollten mal verpflichtend für alle Fahrzeuge mit Schlafkabine eine Standklima und einen Kühlschrank vorschreiben, das wär meines Erachtens mal ein vernünftiger Ansatz, abgesehen vom Lohn natürlich

  • Normalerweise sollte man meinen, dass auf jemand Dummen kein noch Dümmerer nachfolgen kann...
    Unsere Verkehrminister der letzten 12 Jahre beweisen in regelmäßigen Abständen immer wieder das Gegenteil.
    Und das ganze dann auch noch quer durch alle Couleur der Parteien!
    Kabotage, Rennen auf Autobahnen, Radarkontrollen ohne jeglichen Hintergrund für Sicherheit, Beamtenwillkür bei Kontrollen usw.
    Aber Nein! Der "neue Besen" hat sich dazu entschieden gegen Tempo 130 anzugehen und sich medienwirksam mit anderen Vollhonks der Branche feiern zu lassen, für einen Beschluss etwas zu kontrollieren, das schon seit 2014 in der Eu-Verordnung seine Gültigkeit hat, aber bis jetzt nur von einer Handvoll Länder geahndet wurde (BRD, SP, P,F, Be) 🤦🤦🤦
    Und solange die Obmänner der Fachgruppe der Spediteure selbst das System von vorne bis hinten nur ausnutzen und bescheissen, solange wird sich nichts daran ändern.

    Das Leben ist scheiße! Aber die Grafik ist geil!
    Krieg ist die Hölle!Aber der Sound ist geil, und wir sind die DJ´s!
    Veni, Vidi, Vici, Volvo!

  • Fortsetzung: Was bringt ein neues Trucker-Gesetz? PC COMPUTER SMILEY 2.gif

    Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort:!:

    Der wichtigste Punkt: Für gleiche Arbeit am gleichen Ort soll auch gleicher Lohn gelten. Ab 2024 sollen deshalb Grenzübertritte und die Orte der Lkw-Beladung mit einem sogenannten intelligenten Fahrtenschreiber automatisch überwacht werden, zehn Jahre früher als bisher geplant.:/

    Die wöchentlichen Ruhezeiten sollen die Fernfahrer nicht mehr in ihren Führerkabinen verbringen, sondern zum Beispiel im Hotel. Nach einer normalen neun- bis zehnstündigen Schicht dürfen die Fahrer aber weiterhin in ihren Kabinen übernachten.

    Außerdem soll eine Kern-Wochenarbeitszeit von fünf Tagen gelten. Darüber hinaus sollen die Fahrer das Recht bekommen, spätestens alle vier Wochen nach Hause zu dürfen. Spezielle Ausnahmen soll es aber weiterhin geben.


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    Was tatsächlich kommt, bleibt offen:!:


    Das Europaparlament muss das Nachtchaos rund um die Lkw-Fahrer jetzt lichten - mit einer klaren rechtsverbindlichen Ansage.:rolleyes: Da sind noch einige schlaflose Nächte in Brüssel oder Straßburg programmiert.?(

    Denn umstritten bleibt das ganze Trucker-Hilfspaket: Für gleiche Arbeit am gleichen Ort soll gleicher Lohn für alle gelten, egal aus welchem Land die Fahrer kommen.;) Sie dürfen auch nicht mehr ewig am Stück in Europa unterwegs sein, sondern müssen zwischendurch heimkehren.;) Längst überfällig für Frankreichs Verkehrsministerin Elisabeth Borne: "Das ist eine Vereinbarung, die Arbeitnehmer besser schützt." Ob die Vereinbarung trägt, muss sich aber erst noch erweisen.

    Widerstand aus Osteuropa:!:

    Vor allem östliche Mitgliedsstaaten fürchten jetzt um Aufträge für ihre Spediteure,:/ die ihre Fracht bisher noch oft viel billiger durch Europa fahren können als etwa ihre deutschen und französischen Kollegen. Polens Verkehrsminister Andrej Adamczyk war nicht zufrieden: "Es gibt noch Verhandlungsspielraum." Der ungarische Vertreter, Tibor Stelbaczkys, kritisierte das Ergebnis als "eindeutig protektionistisch" und warnte vor Jobverlusten ungarischer Fernfahrer.:huh: Dem widersprach Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Gerade der Speditionssektor östlicher Länder sei in den vergangenen Jahren stark gewachsen. X/Es brauche nun "einen Ausgleich zwischen sozial und wirtschaftlich".:thumbup:

    Deutschland, Frankreich, Österreich und andere EU-Länder wollten sich mit den bisherigen Arbeitsbedingungen nicht abfinden.:thumbup: Und auch nicht mit Billigkonkurrenz.:thumbup: Um Lohn- und Sozialdumping bei entsandten Arbeitern vorzubeugen, hatte die EU bereits im Mai eine Reform der Entsenderichtlinie abschließend verabschiedet. Der Transportsektor war dabei aber zunächst ausgeklammert worden. Diese Ausnahme soll nun nur noch beim reinen Import-, Exportgeschäft Bestand haben.