Gehen bei uns auch bald die Fahrer aus?

  • Mittlerweile wird der Bedarf mit Fahrern aus dem Drittland gedeckt: von der Ukraine, Weißrussland, Serbien, Bosnien..... In den Ländern wie Polen, Ungarn, Kroatien, Rumänien werden diese dann angestellt. Ein Arbeitsvisum scheint in diesen Ländern problemlos zu bekommen sein, für Fahrer aus dem Drittland. Das diese Fahrer nicht über die erforderliche Qualifikation verfügen, scheint für die Transportunternehmen vernachlässigbar zu sein. Wo wird das nur hinführen....X(:(

    Die Qualifizierten Fahrer aus dem Osten sitzen auf deutschen, holländischen, belgischen, dänischen und schwedischen Trucks, weil man dort wesentlich mehr verdient als in der Heimat. Aber auch viele Firmen der oben genannten Staaten haben ihre Zugmaschinen in Polen gemeldet, um Steuern und Abgaben zu sparen, auch diese Fahrer verdienen dort mehr als bei ihren heimischen Frächtern und Speditionen im Osten.


    Die Konsequenz ist wie du schon erwähnt hast, Fahrermangel bei osteuropäischen Frächtern, um Lohndumping aufrecht erhalten zu können, nimmt man eben Fahrer aus der Ukraine und Weißrussland usw.

  • Lenkermangel bremst Transporteure aus: 1000 unbesetzte Stellen:!:

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    Den Güterbeförderern fällt es schwer, ihre freien Plätze in den Lkw-Cockpits zu besetzen. "Es fehlen mehr als 1000 Fahrer – jede zehnte Lenkerstelle ist nicht besetzt", sagt Franz Danninger, WK-Fachgruppenobmann der Transporteure in Oberösterreich. Der Fachkräftemangel entwickle sich zum Wachstumsbremser. Sparten-Geschäftsführer Christian Strasser: "Es gibt Transporteure, die einige Fahrzeuge ihres Fuhrparks nicht in Betrieb nehmen können." Mittelfristig werde sich die Situation dramatisch verschärfen, denn die Branche hat ein Nachwuchsproblem. Derzeit seien 40 Prozent der Lkw-Fahrer älter als 50 Jahre, der Anteil der Unter-30-Jährigen betrage sieben Prozent. Frauen seien unterrepräsentiert.

    Eine Kommunikationskampagne soll nun Umsteiger, Frauen und Jugendliche für den Beruf gewinnen. "Die Mythen der Asphalt-Cowboys, die wochenlang unterwegs seien, verzerren das reale Berufsbild", sagt der Hörschinger Transporteur Günther Reder. "Fakt ist, dass 90 Prozent des Transportaufkommens im regionalen Nah- und Versorgungsverkehr mit Entfernungen unter 100 Kilometern erfolgen." Die Jobplattform lkwlenker.at soll Herzstück der Kampagne sein. Oberösterreichs Transporteure können dort kostenlos ihre Jobinserate hochladen. Die ersten 60 davon sind bereits abrufbar. (sail)

    Quelle: https://www.nachrichten.at/nac…zte-stellen;art15,3117648

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    Landesverbände fordern mit Verkehrsminister einfacheren Zugang zum Lkw-Führerschein für Drittland-Fahrer und Anerkennung als Mangelberuf .



    23.04.2019 Andrea Ertl



    Um Fahrern aus Drittstaaten, beispielsweise Serbien, den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern, fordern Vertreter des Verbandes des Verkehrsgewerbes Rheinland (VDV Rheinland) und des Verbandes des Verkehrsgewerbes Rheinhessen-Pfalz (VVRP) nach einem Gespräch mit dem rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Dr. Volker Wissing dafür aus, die Prüfungen zur sogenannten beschleunigten Grundqualifikation und zur Grundqualifikation für andere Sprachen zu öffnen. Beide Prüfungen könnten laut einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Verbände aktuell ausschließlich in deutscher Sprache abgelegt werden.:/



    Das Verkehrsministerium sicherte weiterhin Unterstützung dahingehend zu, dass der Kraftfahrerberuf als Mangelberuf anerkannt werde. Damit würden Förderpraktiken für die Verkehrsbranche bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern ausgebaut und zielgerichteter ausgestaltet.



    Minister Wissing ziehe nach Angaben der Verbände in Erwägung, bei der Verkehrsministerkonferenz im Herbst über eine Initiative des Landes Rheinland-Pfalz die Themen Führerscheinrecht und Führerscheinkosten auf die dortige Agenda zu setzen.



    Die Geschäftsführer der beiden Verbände, Heiko Nagel und Guido Borning sagen: „Es kann nicht sein, dass der Zugang zum Beruf des Kraftfahrers in den letzten Jahren zunehmend erschwert wurde, indem ein sehr restriktives Führerscheinrecht aufgebaut wurde und sich die Kosten für den Lkw- und Bus-Führerscheinerwerb mit aktuell mindestens 8.000 Euro in einen Bereich entwickelt haben, der mehr als das Doppelte dessen beträgt, was beispielsweise ein Führerschein in Österreich kostet, und wir andererseits allerorts händeringend Fahrpersonal benötigen, suchen und nicht finden.“ In den kommenden Wochen wollen die Verbandsvertreter aufgrund des Gesprächs Vorschläge und eine Themenliste erarbeiten und dem Minister ein Maßnahmenpaket vorschlagen. Verkehrsminister Wissing sagt: „Ein guter Anfang für einen offenen und ehrlichen Dialog. Wichtige Themen wurden besprochen. Ich freue mich auf die versprochen Fortsetzung.“



    Die beiden Verbände befürchten aufgrund des Fahrermangels Engpässe in der gesamten Logistikbranche: „Der Fahrermangel hat gravierende Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft und Gesellschaft.“ Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing hatte die Vertreter der beiden Verbände des Verkehrsgewerbes Mitte April zu einem Austausch eingeladen.


    Quelle: https://www.eurotransport.de/logistik/

  • Zwei Annoncen in der Krone zeugen nicht gerade von Fahrermangel :/ und man sucht eh fast nur Fahrer für den heimischen Markt. :rolleyes:

    Österreichische Firmen im Internationale Fernverkehr rekrutieren ihr Fahrer hauptsächlich in Osteuropa und haben auch dort ihre Fahrzeuge angemeldet. (Lohndumping und Steuervorteile bzw. Ersparnisse);)


    Der Fahrermangel verlagert sich somit in die EU Oststaaten und diese Staaten haben wiederum EU Ausnahmegenehmigungen für Fahrer aus den Nicht-EU Nachbarländern Ukraine und Weißrussland in Brüssel beantragt und sogar bekommen. X/


    106.jpg Man spricht zwar großspurig vom Mobilitätspackt und der Verbesserung im Transportgewerbe, :rolleyes: ist aber nicht gewillt den Fahrern mehr zu bezahlen. :thumbdown:

  • In Deutschland geht man jetzt andere Wege:!:


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    Die Transportbranche warnt vor Versorgungsengpässen im Sommer. Der Grund: Es fehlen Tausende Lkw-Fahrer. Abhilfe sollen neue Mitarbeiter aus Nicht-EU-Staaten schaffen. Doch dafür müssen erst Gesetze geändert werden.


    In der Not ist manchem Unternehmer im Speditionsgewerbe anscheinend fast jedes Mittel recht. Um den Personalmangel wenigstens zu lindern, animieren Firmenchefs ihre eigenen Fahrer dazu, auf den Autobahnrastplätzen andere Mitarbeiter von Konkurrenten anzusprechen. Sie sollen die Kollegen zu einem Jobwechsel überreden. Als Argument bietet der Chef eine Erfolgsprämie sowie eine Wechselprämie von 500 Euro an.


    Doch die Probleme im Transportgewerbe sind damit nicht gelöst, allenfalls sind sie verschoben. Jedes Jahr gehen in Deutschland rund 30.000 Berufskraftfahrer in Rente, bestenfalls rund 15.000 Fahrer kommen jährlich in das Gewerbe nach. Schon jetzt ist es absehbar, dass Waren demnächst nicht mehr in gewohnter Menge und in üblichem Tempo transportiert werden können – wegen des Fahrermangels.

    Bereits im vergangenen Sommer kam es in Städten wie Berlin vor, dass zum Beispiel Mineralwasser in einigen Supermärkten ausverkauft war. Die Getränkekästen standen bei den Abfüllbetrieben bereit, doch es fehlten Fahrzeuge und Fuhrpersonal. Dieser Trend wird zunehmen.

    Fachkräftemangel könnte Preiserhöhungen zur Folge haben. :rolleyes:

    „Die Verbraucher werden nicht mehr alle Waren zu jeder Zeit und in ausreichender Menge zur Verfügung haben“, sagt Martin Bulheller vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL). Er ist dort für die Wirtschaftsprognosen verantwortlich. Auch die Industrie werde die Folgen des Personalmangels zu spüren bekommen.

    Die Produktion, die auf die Anlieferung von Teilen und Komponenten zu einem exakten Zeitpunkt ausgerichtet ist und die weitgehend auf eine Lagerhaltung verzichtet, kann dadurch gefährdet werden. In jedem Fall, so lautet die Prognose des Verbandes, werden sich die Kosten des Transportes erhöhen. Diese Preiserhöhungen werden am Ende auch die Konsumenten tragen müssen.


    Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft…nd-Ukrainer-anwerben.html?