Gehen bei uns auch bald die Fahrer aus?

  • In einigen Bundesländern in Deutschland macht sich der Fahrermangel bei den Versorgern bereits bemerkbar.:/




    Hier ein Bericht der Supermarktbelieferer:!:

    Bleiben Supermarktregale leer?

    Speditionen und Logistikfirmen in der Region suchen derzeit händeringend Lkw-Fahrer. Nach Angaben des Speditionsverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz kann das künftig zu Versorgungsengpässen führen.


    Blick aus dem Führerhaus eines Lkw.jpg


    Die Lage ist dramatisch, sagt Spediteur Daniel Hensel aus Mainz. Er ist auch Sprecher des Speditionsverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz.

    Gute Geschäftslage:thumbup:

    Wenn er an die Zukunft seiner Firma denkt, macht er sich Sorgen. Und das nicht wegen der wirtschaftlichen Situation: die sei nämlich sehr gut, die Auftragsbücher voll.

    Ladungen bleiben an Rampe stehen.X/

    Allerdings komme es immer häufiger vor, dass Ladungen nicht ausgeliefert werden könnten, weil die Fahrer fehlten.:/ Wenn sich die Situation weiter zuspitze, sei es sogar denkbar, dass Regale in den Supermärkten leer blieben.=O




    Rentenwelle und Nachwuchsprobleme

    Als Gründe für den Fahrermangel führt Spediteur Daniel Hensel vor allem zwei Umstände an: Erstens seien viele Berufskraftfahrer älter als 60 Jahre und würden demnächst in den Ruhestand gehen. Zweitens fehle der Nachwuchs,X/ weil sich viele junge Menschen nicht mehr für den Beruf interessierten und von den unregelmäßigen Arbeitszeiten und den Wochenend-Diensten abgeschreckt würden. :(


    Keine Lösung in Sicht

    Eine Lösung sieht Hensel derzeit nicht. Die Löhne seien bereits aufgestockt worden, das habe aber bislang nicht geholfen.:/ Jetzt sei es vor allem wichtig, den Beruf wieder attraktiver für den Nachwuchs zu machen. :thumbup:


    Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/…gallery/uliyvq/index.html

  • na ja bei uns werden die supermerkte eh auch schon von nicht österreichischen lkw beliefert.

    die österreichischen post wab auf slowakischen lkw, also ich denke bald fahren die eh alles, zu jeden preis,

    sagen sie fahren um beträge da legst die ohren an, und dann schreien sie sie werden ausgebeutet.


    und die farben der Politik sind gänzlich egal, alle reden dir das blue vom himmel, wenn sie dann drann in sieht meh was gemacht wird, abgezockt usw war a schon jede farbe da, keiner hat was geändert.

    Warum nach den Sternen greifen, wenn man einen fahren kann.

    Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.

    Die Tochter des Neides ist die Verleumdung.

  • Charly, da kann ich Dir so nicht zustimmen.


    Die großen heimischen Handelskonzerne setzen noch immer auf den

    Eigenfuhrpark und heimische Frächter.


    Der Fahrermangel ist hier aber ein sehr großes Thema.

    So setzt Rewe z.B. sehr viele Ungarische Fahrer ein.

    Im Lager West in Ohlsdorf ist der Ungarisch-sprechende Anteil im Gesamten Lager bei mindestens 80%

    Spar in Marchtrenk setzt wieder komplett auf den Eigenfuhrpark und sucht händeringend nach Fahrer.

    Spar in Wörgl sucht auch verzweifelt nach Fahrern.

    Auch Wir suchen Fahrer für den Standort Wörgl bei Spar.

    Hofer hat schon länger eine Mischung aus Eigenfuhrpark und Frächter.

    Wobei Pensionierungen bei Fahrern oft nicht mehr nachbesetzt werden und Frächter zum zug kommen.

    So haben wir bei Hofer Sattledt nun mit einem Schichtbetrieb begonnen.

    Hofer in Trumau sucht auch schon seit längerem nach Fahrern, das Anforderungsprofil

    Max. 30Jahre, Praxis, Unfallfrei, Einheimisch,..... sprich, so NICHT zu bekommen.


    Auf unsere Inserate beim AMS bekommen wir fast ausschließlich Bewerber nicht Österreichischer Herkunft,

    wobei sich viele davon nie Bewerben.

    Jene Deutschsprachigen Bewerber die in betracht kommen würden sagen,

    Schichtbetrieb ??? Nein Danke.

    Ich will in den Fernverkehr.

    Springer ??? Nein Danke.

    In Stockerau bekommen wir vom AMS viele mögliche Kandidaten aus Wien.

    Deren Antwort

    Ich habe keinen E ( obwohl in der Anzeige ersichtlich )

    Ich habe keinen eigenen PKW.


    Fahrer die sich aus Ungarn bewerben wollen wiederum eine Wohnung zur verfügung gestellt bekommen,....

  • Bei uns nur der KV, mehr ist aufgrund der Frachtpreise nicht drinn.


    Die Handelsketten die teilweise einen höheren Stundensatz bieten,

    sind aber trotzdem auf der Suche und werden nur schwer fündig.


    Ich persöhnlich habe bisher fast immer nur den KV erhalten.


    Zum KV ist auch zu sagen, dass eine Bezahlung über KV, bei der KV-Lohnerhöhung, praktisch immer

    durchfällt da dies, rein rechtlich, die Ist-Löhne nicht berücksichtigt.

    Im Transport gibt es so gut wie nie eine Istlohnvereinbarung.

  • Hallo road01.... dann müssen halt wieder die Trucker Pensionisten her, die haben kein Problem einen 40 Tonner zum Aldi, Lidl, Rewe und sonst irgendwo hinzusteuern.



    Wenn das Ent- bzw. Beladen nicht wär! Ist mit unter auch ein Grund warum denn Job immer weniger machen wollen. [IMG:http://www.brummionline.com/forum/attachment.php?attachmentid=13077&d=1487366739]


    Der Fahrer wurde zum billigen Lagerarbeiter degradiert, Frankreich und England gibt`s das nicht.

  • Pilotprojekt gestartet: Mehr Flüchtlinge sollen Lkw fahren:!:

    Pilotprojekt erleichtert Ausbildung zum Berufskraftfahrer


    Kiel - Mit dem einmaligen Pilotprojekt "Die Fahrt in deine neue Zukunft" soll Flüchtlingen die Ausbildung zum Berufskraftfahrer erleichtert werden.:/


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    Der Unternehmensverband Logistik Schleswig-Holstein (UVL) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wollen damit dem Fachkräftemangel in der LKW-Branche entgegenwirken. :thumbup:


    Zusammen mit der SVG Fahrschule Nord sei das Konzept entwickelt worden, bei dem die Kandidaten vor der Vermittlung bereits durch zwei Prüfungen laufen, berichtete die Deutsche Verkehrszeitung.


    Neben einer generellen Eignung würden beim DRK zudem die Sprachkenntnisse und der Aufenthaltsstatus geprüft.?( Zusätzlich gebe es einen Flüchtlingsbeaftragten, der die Teilnehmer während der drei Jahre dauernden Ausbildung betreue. :thumbup:

    In einem Bericht der Kieler Nachrichten betont Thomas Rackow, Geschäftsführer des Speditionsverbandes, die Dringlichkeit einer des Projekts: "Das Durchschnittsalter unserer Fahrer ist 50.;) Setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort, ist in zehn Jahren nur noch jede zweite der zurzeit 5000 Stellen besetzt." :whistling:


    Nun beteiligen sich 25 Speditionen an dem Pilotprojekt, um Flüchtlinge für eine Ausbildung zum Lkw-Fahrer anzuwerben. Dabei sollen 100 Plätze vergeben werden. Und bereits nach einem ersten Aufruf ist der Andrang groß.:huh:

    "Binnen weniger Tage haben sich 90 Interessenten aus ganz Schleswig-Holstein und sogar aus Hamburg gemeldet, 50 weitere Flüchtlinge haben sich auf eine Warteliste setzen lassen", sagt Ilka Hübner, Chefin des Kieler DRK-Integrationsteams den Kieler Nachrichten.

    Quelle: https://www.tag24.de/nachricht…emangel-wirtschaft-591177

  • Ich kanns nimma hören.... Flüchtling hier... Flüchtlinge daX(

    Aufe aufn Lkw.. Solln euch alles zamreissen und in Zug glei schmeissn:cursing:

    Das was wir leisten bringen eh 3 von denen net zustande... Und unsere Züge sehen nach Jahren besser aus als die von den Dahergelaufenen nach einem Monat:!::!::!:

    Net bös sein.. . Aber das ist nun mal die reine Realität... Hoffentlich werdens alle glücklich mit den NEUEN TRUCKERN

  • es ist immer so, das leute die von nix eine ahung haben dumm reden,

    es geht beim lkw fahren nicht nur um geradeaus auf der autobahn zu fahren, man muss ihn auch beladen, und dies auch richtig,

    das es bei einen autotransporter nicht leicht ist den richtig zu beladen wird noch so macher sich vorstellen zu können,

    aber auch beim silo, wenn ich nicht nur zement fahre, muss man schauen wie man den befüllt, ebenso das man das silofahrzeug unterdrück nicht bewegen sollte,

    und so gehts es weiter, kühler, welche temperatur bei welcher ware, wenn ich verschiedenes geladen habe was ist das heikelste, auf das muss ich die temperatur einstellen, bei mir was damals das heikelste die kiwi, die eislutscher waren wurscht da haben wir -25 eingestellt und fertig, geht auch bei pizzaboden, aber nicht bei kiwi .

    und so könnte ich entlos weiter schreiben tanker, leben mitteltanker, chemie tanker, usw usw, jeder hat seine eigenheiten, genau so beim kipper plane wab container.


    180518004-3-1.jpg


    siehst ja jetzt schon sowas beim zementladen, ungarischer kollege weis vieleicht nicht was das bedeutet,

    nur für lebensmittel bedeutet nur für lebensmittel, sonnst müsste stehen für lebensmittel geeignet, aber auch da achtet niemand drauf,

    nicht mal bei einer kontrolle wird darauf geschaut.


    und jetzt sollen noch die flüchtlinge herhalten, stat das man vernünftige löhne zahlt, so wie andi schon sagte er bekommt auch keinen neuen mercedes um

    € 1200.- , muss einen mercedes mangel sein.


    wo das noch hinführen wird,.......

    Warum nach den Sternen greifen, wenn man einen fahren kann.

    Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.

    Die Tochter des Neides ist die Verleumdung.

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    Ein Fünftel der deutschen Lastwagen steht still. :huh: „Wir kriegen einfach keine Fahrer mehr“ – so Sebastian Lechner, Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes der Spediteure in einem Interview für den „Bayerischen Rundfunk“. Der Grund sind niedrige Löhne, Stress und Ärger an den Entladerampen.


    In Deutschland fehlen rund 45.000 LKW-Fahrer. Das Defizit wächst laufend. Den lokalen Medien zufolge gehen jährlich etwa 30.000 Fahrer in Rente. Die Demografie-Bilanz in der Branche ist seit Jahren negativ. Von den 1,5 Millionen Fahrer sind mehr als eine Million über 45 Jahre alt. Deutsche Verkehrsorganisationen schlagen Alarm:

    Laderaum ist knapp, die Frachtpreise steigen. Der Fahrerbedarf wächst.?( Aber BKF lassen sich nicht aus dem Hut zaubern. Die Branche klagt über Fahrermangel.:rolleyes:


    Wo führt uns das EU Mobility Package hin?=O Nomadentum, Lohndumping, soziale Isolation! :thumbdown:Das BKF Einkommen führt in der ganzen EU in die Altersarmut.:thumbdown:


    Quelle: https://trans.info/de/akuter-f…he-transportbranche-97254


    Kann es sich die Volkswirtschaft tatsächlich leisten den BKF auf dem Abstellgleis stehen zu lassen.:/:?:




  • ich denke die löhne alleine sind es nicht,

    das ganze Drumherum, zuwenige parkplätze, für jede Kleinigkeit werden heut horende strafen kassier, wenn man sich im fernsehen Achtung kontrolle anschaut, für was da gestraft wird, und um welche beträge es da geht, so sehen das nicht nur lkw Fahrer sondern auch jene die den Job ergreifen wollen, und warum sollte da noch jemand den beruf ergreifen ?

    Warum nach den Sternen greifen, wenn man einen fahren kann.

    Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.

    Die Tochter des Neides ist die Verleumdung.

  • Ich bin zb froh, dass ich mit Staplerfahrern usw nix mehr zu tun habe... Sind ja oft größer als ihre Chefs... :|


    Auch in meiner Branche glaubt so manch barfuss dahergelaufene Autoputzer er kann anschaffen mit mir:evil:


    Am Bau auch rauher Ton.... Usw


    Wie Charly sagt... Nicht nur der Geldaspekt ist abschreckend

  • Logistik-Firmen setzen auf die Hilfe von Flüchtlingen:!:

    Auf der Suche nach Berufskraftfahrern wirbt Schleswig-Holstein jetzt verstärkt unter Flüchtlingen. 20 Lehrlinge, vor allem aus Syrien, aus dem Iran und aus Russland haben in dieser Woche eine Ausbildung begonnen. Weitere 90 stehen auf der Warteliste für das nächste Jahr.


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    Neumünster/Kiel

    Der Unternehmensverband Logistik Schleswig-Holstein hat die Aktion mit dem Titel „Die Fahrt in Deine neue Zukunft“ angeschoben. „Das scheint zu laufen. Endlich mal“, sagt Thomas Rackow, Geschäftsführer des Verbandes. Zuvor hatte man bereits in Polen und in Spanien um Auszubildende geworben. Mit mäßigem Erfolg :rolleyes:. Denn noch immer fehlen in Schleswig-Holstein rund 1000 Berufskraftfahrer.

    Ein Unternehmen im Land habe bereits aufgeben müssen, weil es Aufträge nicht erfüllen konnte, da die Fahrer fehlten, so Rackow.:whistling: In anderen Bundesländern sieht es nicht besser aus. So gebe es in Mecklenburg-Vorpommern in dem Bereich 558 offene Stellen, vermeldete vor wenigen Tagen der dortige Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Gleichzeitig aber nehme die Nachfrage nach Transportkapazität aufgrund der guten Wirtschaftssituation und des zunehmenden Online-Handels immer weiter zu.:/ Bundesweit liegt der Bedarf geschätzt bei mindestens 45000 Fahrzeugführern.:huh:


    Es sei nicht leicht, die Stellen zu besetzen, so Glawe. „Berufskraftfahrer müssen verantwortungsbewusst, verlässlich, belastbar und serviceorientiert sein.“ :thumbup:8o


    Die Rahmenbedingungen seien schwierig, meint auch Rackow. Die Situation auf den Straßen sei wegen vieler Baustellen und Staus angespannt, zudem würden die Fahrer mittels Tachograf teils sekundengenau überwacht.:thumbdown: Aktuell gibt es eine Abbrecherquote bei den Auszubildenden von 30 Prozent.

    Mit einem Flyer wirbt der Verband nun um Nachwuchs. Für den Ausbildungsstart seien Alter und Schulabschluss nicht relevant, heißt es da. Allerdings sollten Ausländer über mittlere Deutschkenntnisse verfügen. Bei der Informationsveranstaltung sind Dolmetscher für Arabisch, Farsi/Dari und Kurdisch dabei. Das Gehalt liegt zwischen 700 und 850 Euro pro Monat – je nach Ausbildungsjahr.:thumbdown: Wer eine Lehre nach drei Jahren erfolgreich beendet, bekommt eine Aufenthaltsgenehmigung für weitere zwei Jahre. „Das ist gut für die Unternehmer, damit können sie besser planen“, sagt Rackow.

    Die Aktion läuft gemeinsam mit dem Mobilen Integrationsteam des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das die Kontakte zu den Flüchtlingen besitzt. Der Unternehmensverband Logistik Schleswig-Holstein hat 500 Mitgliedsunternehmen, davon betreiben 300 Speditionen mit insgesamt 10 000 Fahrern.


    Quelle: http://www.ln-online.de/Nachri…e-Hilfe-von-Fluechtlingen

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    Die Nagel-Group nimmt die Ausbildung und Qualifizierung von Berufskraftfahrern selbst in die Hand und hat zum 1. Juni 2018 die Schweriner Fahrlehrerausbildungsstätte und Fahrschule Baade übernommen. Das auf Transporte und Logistikdienstleistungen im Lebensmittelbereich spezialisierte Unternehmen sieht in diesem Schritt „die richtige Antwort auf den sich zuspitzenden Mangel an Berufskraftfahrern“. Die Nagel-Group hat bereits seit 2016 mit der Fahrschule kooperiert. Nun erwarb man den amtlich anerkannten Bildungsträger von den bisherigen Eigentümern Baade und Grund und gründete die Nagel Driving Center GmbH.


    Transportkapazitäten sichern

    „Mit dem Nagel Driving Center führen wir unseren erfolgreichen Ansatz weiter: Mit eigenen Berufskraftfahrern und einem eigenen Fuhrpark sichern wir insbesondere in Zeiten des Fahrermangels Transportkapazitäten für unsere Kunden“, sagt Björn Schniederkötter, Sprecher der geschäftsführenden Direktoren und Chief Operating Officer (COO).


    Fahrer im Fokus

    Das Nagel Driving Center ist Teil der Nagel Fahrer-Akademie, die Anfang 2018 gegründet wurde. Die Fahrer-Akademie hat das Ziel, die Betreuung der Berufskraftfahrer der Nagel-Group über alle Phasen hinweg zu koordinieren. Das reicht von der Rekrutierung neuer Mitarbeiter über die Aus- und Weiterbildung bis hin zur Betreuung der eigenen Fahrer sowie der Unternehmerfahrer. Schniederkötter: „Bei der Fahrer-Akademie stellen wir die Fahrer in den Mittelpunkt unseres Handelns. Wir möchten sie soweit es geht von Formalitäten entlasten, damit sie sich ganz aufs Fahren konzentrieren können.


    Für alle Fahrzeugklassen

    Das Nagel Driving Center beschäftigt Fahrlehrer für alle Fahrzeugklassen. Ein besonderer Fokus liegt jedoch auf der Ausbildung der Berufskraftfahrer. Die Fahrschule umfasst auf circa 500 Quadratmetern fünf mit speziellem Lkw-Equipment wie Kühlaggregaten ausgestattete Schulungsräume. So bietet das Nagel Driving Center ideale Bedingungen für sämtliche Aus- und Weiterbildungsaktivitäten im Fahrerbereich wie zum Beispiel Schulungen nach dem Berufskraftfahrerqualifizierungsgesetz. Die Ausbildungsstätte besitzt alle Berechtigungen im Bereich der Fahrschul-, Berufskraftfahrer- sowie Fahrlehrerausbildung.


    Zusätzliche Kompetenzen

    „Mit der Integration der Fahrschule in die Nagel-Group holen wir uns zusätzliche Kompetenzen bei der Aus- und Weiterbildung von Berufskraftfahrern ins Unternehmen“, erklärt Raik Spengler, Leiter der unternehmenseigenen Fahrer-Akademie. Es sei mittlerweile bekannt, dass es schwierig geworden ist, geeignete Berufskraftfahrer zu finden. Qualifizierte Fahrlehrer für Berufskraftfahrer seien noch deutlich seltener und begehrter.


    Quelle: https://www.logistik-heute.de/…rermangel-Nagel-Group-bil



  • Ein System mit vielen Fehlern: Warum die Zustell-Logistik am Limit ist:!:

    Von Steffen Gerth am 23. Oktober 2018


    Der Onlinehandel ist der Turbo für die Logistikbranche. Immer mehr Bestellungen bedeutet immer mehr Stress beim Ausliefern. Dem ist das bisherige System kaum noch gewachsen. Aber es gibt Hoffnung, durch neue Bündnisse - und neue Ansprüche an die Kunden.


    Der 1. Juli 2011 war ein schöner Tag für junge Männer, aber ein schlechter für die deutsche Logistikbranche.X/ Denn seit diesem Sommertag gibt es keine allgemeine Wehrpflicht mehr, die Bundeswehr ist zu einer Freiwilligenarmee geworden.


    Dass deswegen sieben Jahre später die Logistikbranche ein Problem hat, war damals kaum abzusehen und ist auch heute noch nicht vielen bewusst.:/ Aber die Bundeswehr war die größte Fahrschule des Landes, tausende junge Männer haben während ihres Wehrdienstes auch den Lkw-Führerschein gemacht, kostenlos, versteht sich.;) Und viele konnten dann dieses Papier beruflich nutzen.

    Fahrermangel auch für halbschwere Laster:!:

    Doch ohne Ende der Wehrpflicht gibt es immer weniger Fahrer. :whistling: Denn wer will schon heute aus Spaß an der Freude rund 2.000 Euro aus eigener Tasche zahlen,?( um irgendwann mal schlecht bezahlt einen 38-Tonner lenken dürfen?X( Die Folgen: Die Speditionen haben einen Mangel an Fahrern. Nicht nur für die großen Lastzüge, auch für kleinere 7,5-Tonner. Denn wer etwa in den achtziger Jahren den Führerschein Klasse 3 bestanden hat, durfte so einen Laster steuern - komischerweise, obwohl er das in der Regel in der Fahrschule nie geübt hat. :rolleyes:

    Dieser Widerspruch wurde vom Gesetzgeber erkannt; heute muss eine zusätzliche Erlaubnis erlangt werden - die aber auch immer weniger nachgefragt wird, weil teuer und für junge Leute oft mit fraglichem Nutzen. Also fehlen deswegen wiederum die Fahrer, die man etwa im Güternahverkehr einsetzen könnte.



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    Onlinehandel als Turbo für die Logistikbranche:!:

    Doch die zu bewegenden Frachtmengen steigen, es muss immer mehr auf den Straßen herumgefahren werden, aber es sind zu wenig Leute da, die das können.:rolleyes: Der Onlinehandel ist hier wie ein Turbo für die Logistikbranche, 2017 erzielte die Branche mit allen Waren und Dienstleistungen einen Brutto-Umsatz von rund 78,1 Milliarden Euro, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) ermittelt hat. "Der E-Commerce ist das Ding", sagt Jürgen Diehl, Geschäftsführer von P3 Deutschland, einem Investor und Eigentümer von Logistik-Immobilien mit insgesamt 4,2 Millionen Quadratmeter verwalteter Fläche.

    Und das Wachstum geht 2018 weiter, allein im ersten Halbjahr gab es laut bevh ein Umsatzplus von 11,1 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017. Und jetzt beginnt so langsam das Weihnachtsgeschäft. Schon im vorigen Jahr knirschte es im gewaltig im Zustellsystem - verstopfte Straßen, Fahrer am Limit, genervte Kunden. Es gibt heute Speditionen, die sagen für 2018 noch schlimmere Zustände voraus.

    City-Logistik überfordert die Kommunen:!:

    Es geht ja nicht nur um den Fahrermangel - vielmehr ist die Menge der zu bewegenden Waren und Güter derart schnell angewachsen, dass das deutsche Mobilitätssystem nicht mehr Schritt halten kann. "Vom Thema City-Logistik sind die Kommunen überrollt worden", sagt etwa Harald Ortner, Chef der Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB), einem Immobilienentwickler- und Betreuer, etwa von Einkaufszentren.

    Ortner steht zusammen mit Handels- und Logistikexperten in einer Talkrunde auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real Anfang Oktober in München, in der es über das schwierige Thema "Urban Logistik" geht, letztlich die heiß diskutierte "letzte Meile", der Zustellung zum Konsumenten. Klar wird schnell: Die Städte sind den neuen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Es gibt zu wenig zentralen Lagerflächen, und es gibt kein effizientes Verteilsystem, das Paket-Ausfahren per Kleintransporter kann kein zukunftsfähiges Modell sein.?(


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    22. November 2018



    Sie sind derzeit das knappste Gut im europäischen Straßentransport: die Fahrer. ?( Allein in Deutschland werden 45.000 von ihnen gesucht.:huh: Wie es gelingen kann, den Fachkräftemangel am LKW-Steuer abzumildern, zeigten Speditionsmanager beim DVZ-Forum „Zukunft des Ladungsverkehrs“ am Dienstag vergangener Woche in Köln. Dabei scheint die Frage, wie zusätzliches Personal angeheuert werden kann, sogar von der Sorge überschattet, die bestehende Belegschaftsgröße zu halten.



    Das Durchschnittsalter der Fahrer liege bei 45 Jahren, sagt Jochen Eschborn, Vorstand des Europäischen Ladungs-Verbunds Internationaler Spediteure (Elvis): „Jährlich gehen 10.000 Fahrer in Rente und niemand kommt nach.“ Die junge Generation habe schlichtweg „keinen Bock mehr auf diesen Stressberuf“.:whistling:

    10 Prozent Fahrer fehlen:!:

    Die 200 Elvis-Partner betreiben 17.000 LKW und beschäftigen 22.000 Fahrer – 10 Prozent zu wenig, so Eschborn. Das Vorhaben, für je fünf Fahrzeuge einen Ersatzfahrer zu verpflichten, sei damit nicht einzuhalten.:/ Eine schwerwiegende Folge des Mangels: 2 Prozent der Flotten stehen allein deswegen still, weil kein Fahrer verfügbar ist, erläutert Eschborn.:rolleyes: Parallel steigen die Lohnkosten. 10 bis 15 Prozent hätten die Unternehmen drauflegen müssen, „um ein totales Weglaufen zu vermeiden“. Der Trend gehe zu einem Bruttoeinkommen von 4.000 EUR und mehr im Monat.:huh:8o


    106.jpg Wenn nicht € 2500,- bis 3000,- im Monat auf´s Konto fließen, bei den vielen Stunden die Fahrer leisten, wird man keine Fahrer halten können.:/ Im Fernverkehr mit einem Wochenende, war zu meiner Zeit € 3000,- die unterste Schmerzgrenze.;)


  • Fortsetzung:


    Für ein Unternehmen mit 100 LKW, 120 Fahrern und 15 Mio. EUR Jahresumsatz hat Eschborn ermittelt:


    Die Knappheit an Fahrern kostet jährlich 470.000 EUR, was 3,1 Prozent des Umsatzes entspricht – verursacht durch Fluktuation, Standtage und zusätzliche Schäden durch den Einsatz von unerfahrenem Personal am Lenkrad.?( Zudem bremse der Fahrermangel das Wachstum, da auf geplante Investitionen in weitere LKW verzichtet würde. Eschborn rät dringend zum Umdenken im Umgang mit den Beschäftigten am Steuer: Fahrer wollten nicht Teil einer Telematik-Lösung sein. Es gelte, das persönliche Miteinander zu stärken. „Es herrscht ein Mangel an Wertschätzung“, stellt Eschborn fest (siehe Kasten).

    Mit einer eigenen Fahrerakademie stemmt sich der Lebensmittel-Logistiker Nagel-Group gegen den Mangel. Der Blick auf die Altersstruktur zeigt den Handlungsbedarf. Gerade einmal 13 Prozent der Fahrer bei Nagel sind jünger als 35 Jahre. „Das ist nicht viel“, findet Akademie-Leiter Raik Spengler. Zudem seien 83 Prozent von ihnen Quereinsteiger. „Das sind Potenziale, die es heute nicht mehr gibt.“

    LKW-Fahrer der alten Schule gibt es kaum noch:!:


    Raik Spengler (Nagel-Group) (Foto: Daniel Koebe).


    70 Prozent des Fahrpersonals leben in einer festen Partnerschaft. „Viele wollen abends bei ihrer Familie sein“,:/ weiß Spengler. Die Antwort des Unternehmens: „Wir haben Linienverkehre eingerichtet.“ Den Brummifahrer alter Schule, der sich zu seinem Job berufen fühle, gebe es kaum noch.:rolleyes: Das Personal sei heute rational. Für die Personalwerbung nutzt Nagel nur noch soziale Medien.

    Zentrales Element der Akademie ist eine Fahrschule in Schwerin, die der Logistiker im Sommer gekauft hat – das Nagel Driving Center. Hier können Einsteiger den Führerschein machen – zudem kommen Vertreter der Kunden, die zeigen, wie ihre Frischware beim Onboarding korrekt behandelt werden muss. Nach Dienstantritt kümmert sich in jeder Niederlassung ein eigener Fuhrparkbetreuer um das Personal.:thumbup: