Ein Traumauto: der 1924 Betonmischer von Uwe Harms

  • Freude am Fahren.



    Der 1924 Kurzhauber von Uwe Harms
    ist beim besten Willen zu schön, um ihn als Betonmischer zu benutzen.
    Bestaunen reicht aber auch!


    Wer dem Virus des Oldtimer-Sammelns anheimgefallen ist, denkt nicht in Kategorien wie „nützlich“. Und doch gibt es Lkw-Veteranen, mit denen der Eigentümer gelegentlich einige Kubikmeter Kies fährt oder unter deren Plane es sich ganz kommod ein paar Tage leben lässt. Beim 1924 Kurzhauber von Uwe Harms aus Jübek ist das anders. Mit diesem Betonmischer, der aussieht wie aus dem Ei gepellt, kann man wirklich nur fahren. Der 46-jährige Harms macht das mit großer Freude. „Ich musste unbedingt einen Betonmischer haben. Zu diesen Fahrzeugen habe ich eine starke emotionale Bindung“, sagt er. Harms’ Großeltern hatten einen Fuhrbetrieb, der ein Betonwerk mit Rohstoffen versorgte und Betonfertigteile transportierte. Er verbrachte jede freie Minute mit seinem Opa in und an dem Lkw, und im Betonwerk gab es eine große Flotte Dreiachs-Betonmischer.


    chließlich wurde er bei einem Mercedes-Benz Lkw-Händler zum
    Kraftfahrzeugschlosser ausgebildet und kümmerte sich dann um die
    Werkstatt in Großvaters Betrieb. Als er 21 wurde, fuhr er zusätzlich
    Lkw. „Auf Dauer war das aber keine Lösung. Mit knapp 30 bin ich in
    meinen jetzigen Job gewechselt“, so Harms, der sich im Arbeitsalltag dem
    städtischen Fuhrpark in Schleswig widmet.
    Sein 1977 gebauter Betonmischer ist 25 Jahre in Österreich gelaufen.
    „Der 1924 war ein Exportmodell. In Deutschland wurde er mit geringeren
    Achslasten als der 1624 angeboten“, so Harms, der diese Fahrzeuge aus
    der Lehre und dem großelterlichen Betrieb genauestens kennt. Während sie
    dort als Zweiachskipper mit Dreiachsanhänger echten Strapazen
    ausgesetzt waren, musste sein eigener Kurzhauber nur eine vier
    Kubikmeter fassende Mischtrommel schultern. „Das Fahrzeug wurde
    ausschließlich für die Auslieferung von Restmengen eingesetzt, oft nur
    zur Hälfte gefüllt. Dazu kommt, dass es erst 140 000 Kilometer auf dem
    Tacho hat. Ich bin sogar noch mit den ersten Bremsen unterwegs“, so
    Harms.


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