Schweiz

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    Das Schweizer Transportunternehmen Krummen Kerzers erweitert seinen Fuhrpark um 20 mit Flüssigerdgas betriebene Volvo-Lkw.:thumbup: Hintergrund ist das gemeinsam mit Lidl Schweiz initiierte Projekt "LNG – Brücke in die Zukunft".


    14.11.2018
    Julian Hoffmann


    Mit dem Erwerb von 20 Volvo LNG-Lkw treibt der Schweizer Logistikspezialist Krummen Kerzers seine Strategie zur Senkung der CO2-Emissionen im Unternehmen voran.

    Im Zuge des mit Lidl Schweiz initiierten Projekts "LNG – Brücke in die Zukunft" nehmen die beiden Partner auch den Aufbau eines LNG-Tankstellennetzes in den Fokus: Im Frühjahr 2019 sollen demnach zwei Flüssigerdgas-Zapfsäulen "auf der wichtigen Schweizer Ost/West-Achse" in Betrieb gehen.

    Position als nachhaltigster Logistikdienstleister:!:

    "Die Fahrzeuge von Volvo sind die ersten schweren Lkw mit Gasantrieb auf dem Markt, deren Leistungen auch einen Einsatz im Fernverkehr erlauben", :thumbup: so Peter Krummen, Geschäftsführer der Krummen Kerzers AG. "Mit der Integration von Flüssigerdgas-Lkw in unsere Flotte bauen wir unsere Position als nachhaltigster Logistikdienstleister der Schweiz aus."

    Laut den Angaben seitens Volvo Trucks sollen die neuen LNG-Sattelzugmaschinen eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometer aufweisen. Der CO2-Ausstoß soll im Vergleich zu konventionellen Diesel-Lkw um bis zu 20 Prozent zurückgehen.

    Weitere LNG-Lkw in Planung:!:

    Laut eigener Aussage achtete Krummen Kerzers bei der Anschaffung auch auf die übrige Ausstattung der Lkw – so sind die Volvo-Modelle unter anderem mit modernen Assistenzsystemen ausstaffiert.:thumbup:

    Bis Ende 2020 will das Transportunternehmen ein Drittel seiner Flotte, die aktuell über 100 ziehende Einheiten umfasst, auf LNG-Fahrzeuge umstellen.:thumbup:


    Quelle: https://www.eurotransport.de/a…ert-lng-lkw-10492589.html

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    Das Unternehmen:!:

    Der 1905 gegründete Logistikdienstleister Dreier mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Schweizer Franken (88 Millionen Euro) verfügt über eine Flotte von 275 eigenen Lkw. Die große Mehrzahl sind Euro-6-Lkw, außerdem sind 31 Doppeldecker im Einsatz. An verschiedenen Standorten in Europa und Nordafrika arbeiten mehr als 500 Leute. Das von Hans-Peter Dreier geführt Familienunternehmen hat 1988 seine ersten Kombinierten Verkehre zwischen Aarau und Busto Arsizio in Italien aufgebaut.

    Schon seit 1988, weit vor der Alpeninitiative, verlagert der Schweizer Logistiker Dreier Transporte auf die Schiene. „Wo immer wir können und es Sinn macht, gehen wir auf die Bahn“, sagt Unternehmenschef Hans-Peter Dreier. „Das ist einfach in unserer DNA.“ Heute transportiert das Unternehmen aus Suhr im Kanton Aargau pro Tag mehr als 200 Wechselbehälter auf der Schiene, aber Bahnverkehre machen insgesamt international und national nur noch höchstens zehn Prozent am Geschäft aus. Kombinierte Verkehre sind für Dreier eine Leidens- und Freudengeschichte in einem. Nach der Wirtschaftskrise 2008 erlebte er auf den internationalen Strecken, wo sich der KV am meisten bewährt hat, erst einmal eine jahrelange Stagnation, stattdessen wartete der nationale KV mit einer Verdopplung der Transporte auf. Dreier war zu 70 bis 80 Prozent international auf Straßen und Schienen unterwegs gewesen, als auf einmal das nationale Geschäft in den Mittelpunkt rückte. „Das hat sich 2009 genau gedreht, da mussten wir uns neu erfinden“, sagt er gegenüber trans aktuell.

    Bahn hat Qualitätsprobleme:/

    Seit drei Jahren wachsen die internationalen Verkehre zwischen der Schweiz und Deutschland oder der Schweiz und Italien ebenso wie zwischen Deutschland und Italien bei ihm wieder zweistellig. „Aber auf der Straße“, betont er. Es gebe Qualitätsprobleme bei den Bahnen, die beispielsweise Wechselbrücken stehen ließen, und darüber häufig so spät informierten, dass es nicht möglich sei, darauf zu reagieren. „Die Kunden interessieren nicht die 98 oder 99 Prozent die gut laufen, im Vordergrund steht immer das, was nicht klappt“, erläutert er. Während der innerschweizerische KV sehr gut, sehr pünktlich und sehr stabil sei und genügend Kapazitäten habe, stoße der internationale Transport an seine Grenzen. „Gut ausgelastete Züge sind schnell überlastet“, sagt Dreier. Er könne seinen Kunden nicht mehr mit gutem Gewissen empfehlen, ihre Waren auf die Bahn zu setzen. Die Wirtschaft – mit dem Internet-Handel als wichtigem Treiber – fordere ja immer mehr, dass die Ware abends möglichst spät geladen werde, um morgens pünktlich am Zielort zu sein.:whistling:

    „Andererseits verstehe ich die Kombi-Gesellschaften, die keine weiteren Züge anbieten, wenn die Auslastung in den ersten zwei Jahren nicht gewährleistet ist. Das kostet einfach viel Geld“, betont der Unternehmenschef. Wenn die Politik eine Verlagerung wirklich wolle, müsse sie hier Anschubfinanzierungen gewähren. Besonders problematisch seien fehlende Zulaufstrecken. Deshalb werde es keinen Unternehmer geben, der komplett auf die Bahn umstelle, das Risiko sei viel zu groß, sagt Dreier. „Wir haben ja keinen logistischen Notstand, der Kunde kann zwischen Straße und Schiene wählen, aber das hat die Politik nicht begriffen.“ Eine Zeitlang habe der KV im Fokus gestanden, „derzeit ist er nur die Alternative, und das finde ich schade“. Dreiers Herz hängt am KV. Das Unternehmen verfügt über rund 650 Wechselbrücken, wie Kühl, Multitemp, Koffer oder Plane, und neues Equipment im Bereich Kühl-, Koffer- und Planensattelauflieger wird kombitauglich und bahnkodifiziert gekauft. „Wenn Verbesserungen in Sicht sind, können wir jeden Tag aufspringen“, sagt Dreier. Und es gebe ja auch Kunden, die unbedingt wollten, dass ihre Ware auf der Bahn transportiert werde und die dafür Verzögerungen in Kauf nähmen. Aber das sei eher die Ausnahme als die Regel. Sein Fazit: „Man muss schon sehr kombiaffin sein, sonst macht man das nicht über 30 Jahre.“


    Quelle: https://www.eurotransport.de/a…der-schiene-10707840.html


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    Das Schweizer Kombiverkehrsunternehmen Ralpin macht die Rollende Landstraße über die Alpen fit für längere Lkw und will seine Kapazitäten auf 200.000 verlagerte Fahrzeuge pro Jahr verdoppeln.


    04.06.2019 Regina Weinrich


    Mit neu entwickelten Gliederzugwagen könnten künftig Laster auf der Strecke zwischen Freiburg und Novara unabhängig von ihrer Länge transportiert werden,:thumbup: sagte Geschäftsführer Dominic Felice auf der Messe Transport Logistic in München. „Wir bieten damit die Möglichkeit, den Lang-Lkw von der Straße zu holen“, betonte er. Bislang gibt es den neuen Zug nur als Modell. Wenn der Prototyp zugelassen ist, könnten die neuen Einheiten in drei Jahren auf den Schienen sein.


    Auf einer durchgehenden Ladefläche über die gesamte Länge des Zuges können die Lkw dann dichter stehen. Um die Kapazitätsverdopplung zu erreichen, müssten die Züge allerdings auch mit einer Länge von 750 Metern gefahren werden.:huh: Dann hätten dort anstelle von bisher 22 Fahrzeugen 36 bis 37 Lkw Platz. Bislang ist die Infrastruktur darauf nicht ausgelegt, „aber wir sind dabei entsprechend lange Terminals auszubauen oder zu evaluieren“, sagte Felice. Produktivitätssteigerungen würden sich auch durch eine von 100 Stundenkilometern auf 120 Stundenkilometer erhöhte Maximalgeschwindigkeit ergeben.


    Ralpin will sich mit dem Projekt gemeinsam mit der österreichischen Rail Cargo Group auf neue Entwicklungen am Markt einstellen. Dazu gehört nicht nur mehr Platz für Lkw, die unter anderem durch eine verbesserte Aerodynamik länger werden. Vorgesehen sind auch Ladestationen für vier bis fünf Elektro-Laster im vorderen oder hinteren Zugteil. Für die Fahrer wird es zudem einen weiteren Begleitwagen geben. Dann können sie im Zug ihre Ruhezeit verbringen, während gleichzeitig das Fahrzeug aufgeladen wird.:thumbup:



    Quelle: https://www.eurotransport.de/a…-verdoppeln-10806392.html