Gigaliner

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    Lang-Lkw müssen in Deutschland weiterhin zwingend im Kombinierten Verkehr (KV) Schiene–Straße einsetzbar sein. Dabei ist eine Kranbarkeit einer oder beider Ladeeinheiten nicht zwingend erforderlich:!:


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    Ansorge-Chef Thoma: Lang-Lkw fristet Mauerblümchendasein:!:

    Aufgrund der Einschränkungen beim Lang-Lkw-Einsatz – seien es der verlängerte Sattelauflieger oder die 25-Meter-Variante – geht auch Wolfgang Thoma, Geschäftsführer bei Ansorge Logistik aus Biessenhofen, davon aus, dass das Fahrzeug weiter ein Mauerblümchendasein fristen wird. "Wir hatten uns erhofft, dass die Überführung in den Regelverkehr zu Jahresbeginn den Lang-Lkw von seinen Fessel lösen würde", sagte Thoma. Das sei aber nicht der Fall gewesen. Die größten Restriktionen für den Ansorge-Chef sind das lückenhafte Positivnetz und die Gewichtsbegrenzung auf 40 beziehungsweise 44 Tonnen. Im Gegensatz zur Rüdinger Spedition setzt Ansorge Logistik die Fahrzeuge aber auch im Vor- und Nachlauf zur Schiene ein.

    Nutzlast pro Lademeter beim längeren Sattelauflieger höher:!:

    Die 40-Tonnen-Grenze schmälert auch für Rüdinger die Attraktivität des 25-Meter-Lkw. Er selbst hat neben diesen Kombinationen auch verlängerte Auflieger im Einsatz. "Für sie spricht, dass ich pro Lademeter 1,7 Tonnen Nutzlast habe", erläuterte er. "Beim 25-Meter-Fahrzeug ist es nur eine Tonne pro Lademeter." Bei den Sammelgutverkehren zum Hub der Kooperation Online nach Schlitz bei Fulda kommt Rüdinger mit der reduzierten Nutzlast klar. "Doch auch auf dieser Relation brauche ich wegen des Gefahrgutthemas zusätzlich konventionelle Lkw."

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    Umweltverbände halten die langen Lkw für Unsinn. Spediteure dagegen sind begeistert von den Trucks - und hoffen auf mehr.

    Wenn man mit Julian Kümmerle von der Spedition Haaf spricht, dann ist die Euphorie kaum zu überhören. "Das Projekt lief für uns und den Kunden absolut erfolgreich", sagt er. Die Rede ist von den sogenannten Gigalinern, die seit nunmehr einem Jahr auch auf rheinland-pfälzischen Straßen fahren. Für Haaf war ein Lang-Lkw zwischen Haßloch und Kandel im Einsatz. Einen Zwischenfall habe es nicht gegeben. :thumbup: "Das lief auf gut ausgebauten Straßen. Kein Ort, kein Wohngebiet wurde berührt."

    Strecken für Lang-Lkw im Süden von Rheinland-Pfalz:!:

    Rheinland-Pfalz hatte im Süden des Landes Strecken für Lang-Lkw beim Bund gemeldet: Kandel-Wörth, Haßloch-Kandel, Frankenthal-Worms, von Bobenheim-Roxheim nach Grolsheim sowie Offenbach/Queich-Petersberg. Die Fahrzeuge dürfen bis zu 25,25 Meter lang und damit 6,5 Meter länger als ein normaler Lastwagen sein. Wie herkömmliche Lkw dürfen die langen Gefährte nicht mehr als 40 Tonnen Gewicht haben. Bei der Spedition Haaf können nach eigenen Angaben zwei bis drei Fahrer einen Lang-Lkw steuern.:thumbup: Die Fahrer müssten eine Schulung absolvieren, über eine gewisse Berufserfahrung verfügen und in den vergangenen Jahren unfallfrei unterwegs gewesen sein.

    Ministerium: 12.000 Lkw-Fahrten weniger:!:

    Im rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium teilt man die Begeisterung. Minister Volker Wissing (FDP) hatte vor einem Jahr persönlich den Start des ersten Lang-Lkw in Rheinland-Pfalz in Haßloch beobachtet. Im Ministerium machen die Experten folgende Rechnung auf: Durch die im Land freigegebenen Strecken könnten über 12.000 Lkw-Fahrten und somit mehr als 150 Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart werden.:thumbup: "Lang-Lkw bedeuten für Rheinland-Pfalz und die Unternehmen eine Win-Win-Situation", findet Wissing.


    Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/…gigaliner-bilanz-100.html