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    Von der Hafenanlage an der Außenweser sollten Anlagen zu Offshore-Windparks verschifft werden (Symbolbild)

    ©BWE/ Christian Hinsch


    Urteil: Aus für das Offshore-Terminal Bremerhaven

    Von der Hafenanlage in Bremerhaven sollten Anlagen zu Windparks auf hoher See verschifft werden, ein Gerichtsurteil hat diese Pläne jedoch gestoppt.

    Bremen. Nach dem Urteil im Streit um den Bau des Offshore-Terminals Bremerhaven (OTB) hat das Oberverwaltungsgericht am Dienstag, 23. November, seine schriftliche Begründung vorgelegt. Das Gericht hatte Anfang November die 2015 erteilte Baugenehmigung für den Spezialhafen für inzwischen unwirksam erklärt. Seit damals habe sich „die Situation grundlegend geändert“, heißt es in dem Urteil.

    Von der Hafenanlage an der Außenweser sollten eigentlich riesige Anlagen zu Windparks auf hoher See verschifft werden. Dagegen hatte der Umweltverband BUND geklagt, gerichtlich wurde ein vorläufiger Baustopp verhängt. Zwar seien die politischen Ausbauziele für die Offshore-Windenenergie nach einer vorübergehenden Senkung inzwischen wieder erhöht worden, heißt es im Urteil. Daraus sei aber „noch nicht erkennbar, dass gerade der OTB wieder benötigt werden könnte“. Eine Nutzung des OTB für andere Zwecke, etwa als Schwerlasthafen, werde von der Baugenehmigung nicht umfasst.

    Rücklagen für den Bau wurden bereits aufgelöst

    Auch seien die vom Land Bremen angesparten Rücklagen für den 180 Millionen Euro teuren Bau bereits aufgelöst worden. Hersteller von Windkraftanlagen seien inzwischen aus Bremerhaven verschwunden. Der Siemens-Konzern siedelte ein neues Offshore-Turbinenwerk nicht in Bremerhaven, sondern in Cuxhaven an. Von der Politik seien seit dem Baustopp keine Bemühungen vorangetrieben worden, den OTB noch umsetzen zu wollen.

    Eine Revision gegen das Urteil ist nicht zugelassen. Ob Bremen dagegen Beschwerde einlegt, war zunächst noch unklar. Nach Angaben des Gerichtssprecher hat der Senat dafür einen Monat Zeit. (dpa)


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    Der Standort Wilhelmshaven eignet sich laut Minister Olaf Lies besonders für den Import von Wasserstoff

    ©ZB/euroluftbild/picture-alliance


    Wasserstoff-Importe: Lies wirbt für Wilhelmshaven

    Bei der Umstellung auf alternative Energiequellen wird Deutschland Wasserstoff in großen Mengen importieren und seine Importinfrastruktur darauf ausrichten müssen, betonte Niedersachsen Umwelt- und Energieminister Olaf Lies.

    Bis zum Jahr 2030 erwartet die Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) der Bundesregierung einen Wasserstoffbedarf von 90 bis 110 Terrawattstunden (TWh). Dabei werde Deutschland bis dahin weniger als ein Sechstel des Bedarfs durch eine nationale Erzeugung decken können, so die Einschätzung der NWS. Deutschland müsste also in jedem Fall Wasserstoff importieren.

    Das Niedersächsische Umwelt- und Energieministerium weist aktuell aber auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Fraunhofer Umsicht und Wuppertal Institut hin, in der festgestellt werde, dass „der Bedarf Deutschlands an Wasserstoff so hoch ist, dass selbst wenn alle möglichen Exportländer ihre Wasserstoffproduktionen nur nach Deutschland liefern würden, der Bedarf nicht gedeckt werden könnte“.

    „Wenn die IW-Studie Recht behält, decken die Wasserstoff-Importe den deutschen Bedarf bis 2030 nicht“, erklärte Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD). Deutschland müsse daher „rechtzeitig die benötigten Importmengen über Energiepartnerschaften sichern und gleichzeitig natürlich auch unsere Importinfrastruktur darauf ausrichten“.

    Deutschland auf Importe über den Seeweg angewiesen

    Lies erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass über ein europäisches Wasserstoffleitungssystem Wasserstoff nach Deutschland importiert werden soll, für das neue Leitungen gebaut und alte Erdgasleitungen umgewidmet würden. Deutschland sei aber zusätzlich auf Importe über den Seeweg angewiesen. Wasserstoff soll dabei in verflüssigter Form oder daraus hergestellten Folgeprodukten wie synthetischem Methan oder Ammoniak angeliefert werden.

    „Besonders gut eignet sich dafür der Standort Wilhelmshaven, Deutschlands einziger Tiefwasserhafen“, warb Minister Lies für den Nordseehafen. Niedersachsen habe beste Voraussetzungen zum „zentralen Import-Hub, zum Erzeugungsland Nr. 1 und zur Drehscheibe für die Versorgung der deutschen Industrie mit grünem Wasserstoff zu werden“, fügte Lies hinzu. (tb)


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    Der derzeitige Rückgang beim Spritpreis ist nach Einschätzungen des ADAC wohl leider eher von kurzer Dauer

    ©rcfotostock/stock.adobe.com


    Spritpreis fällt nach wochenlangem Höhenflug

    Diesel wurde um 0,6 Cent günstiger. Der ADAC sieht Spielraum für weitere Preissenkungen, allerdings sollte man sich nicht zu früh freuen.

    München. Sinkende Benzinpreise sorgen für Entspannung an der Zapfsäule. Der Preis für Superbenzin der Sorte E 10 gab binnen Wochenfrist um 2,1 Cent pro Liter nach, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags wurden demnach 1,671 Euro pro Liter fällig. Davor war E 10 zwölf Mal in Folge auf Wochensicht teurer geworden und hatte nur noch knapp unter seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2012 gelegen.

    Diesel verbilligte sich um 0,6 Cent auf 1,551 Euro je Liter. Der Preis für den Kraftstoff hatte allerdings bereits vergangene Woche nachgegeben.

    Zwar sieht der ADAC Spielraum für weitere Preissenkungen, der aktuelle Rückgang könnte allerdings von kurzer Dauer sein. Am Dienstag und Mittwoch legte der Ölpreis, der als zentraler Faktor bei den Schwankungen der Spritpreise gilt, bereits wieder zu. (dpa)


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    Die künftige Bundesregierung will bei der Güterförderung stark auf die Schiene setzen

    ©Campbell Boulanger by Unsplash


    Koalitionsvertrag: Das ist für den Güterverkehr wichtig

    Die künftige Ampel-Regierung hat am 24. November ihren Koalitionsvertrag präsentiert. Die Kernpunkte für Unternehmen des Güterverkehrs im Überblick.

    erlin. SPD, Grüne und FDP haben heute in Berlin ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Darin enthalten sind auch wichtige Informationen für Unternehmen aus Spedition, Transport und Logistik. Nachfolgend die wichtigsten Punkte.

    Berlin. SPD, Grüne und FDP haben heute in Berlin ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Darin enthalten sind auch wichtige Informationen für Unternehmen aus Spedition, Transport und Logistik. Nachfolgend die wichtigsten Punkte.

    Straße

    Die Ampelkoalition aus will eine Reform der Lkw-Maut. Wie es in Vertrag heißt, soll 2023 eine „CO2-Differenzierung“ der Lkw-Maut vorgenommen werden. Der gewerbliche Güterkraftverkehr ab 3,5 Tonnen solle einbezogen und ein CO2-Zuschlag eingeführt werden - unter der Bedingung, eine Doppelbelastung durch den CO2-Preis auszuschließen. Weiter heißt es: „Wir werden die Mehreinnahmen für Mobilität einsetzen.“ Derzeit gilt die Lkw-Maut in Deutschland auf Bundesautobahnen und Bundesstraßen für Fahrzeuge ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen.

    Außerdem wollen die Ampelparteien regionale Güterverkehrskonzepte sowie emissionsfreie Stadtlogistik wie Ladezonen und Logistik-Hubs fördern. Die Genehmigungspraxis von Schwerlast- und Großraumtransporten soll erleichtert werden. Die Kontrollbehörden wolle man stärken und bessere Sozialstandards und Arbeitsbedingungen durchsetzen. Sichere Lkw-Stellflächen an und um Autobahnen sollen ausgebaut und telematisch optimiert werden. „Wir werden dem Fachkräftemangel entgegenwirken, Qualifizierung modernisieren und Bürokratie abbauen“, schreiben SPD, FDP und Grüne.

    Darüber hinaus wollen die Parteien erreichen, dass Notbrems- und Abstandsassistenten in Nutzfahrzeugen nicht abgeschaltet werden dürfen. Die Nachrüstung von Lkw-Abbiegeassistenzsystemen wollen sie bis zum verpflichtenden Einbau weiterhin fördern. Bei den Autobahnen und Bundesstraßen soll ein stärkerer Fokus auf Erhalt und Sanierung gelegt werden. Die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur generell müssten weiter erhöht und langfristig abgesichert werden, heißt es.

    Schiene

    Die künftige Bundesregierung will mehr Geld in die Schiene stecken und Reformen bei der Deutschen Bahn (DB). Eine in den Koalitionsverhandlungen diskutierte Aufspaltung der bundeseigenen Bahn gibt es aber nicht. Die DB AG solle als integrierter Konzern erhalten bleiben.

    Weiter heißt es, dass die internen Strukturen bei der Bahn effizienter und transparenter gestaltet werden sollen. Die Infrastruktureinheiten der Bahn mit DB Netz, DB Station und Service sollen innerhalb des Konzerns zu einer neuen, gemeinwohlorientierten Infrastruktursparte zusammengelegt werden. Diese stehe zu 100 Prozent im Eigentum der DB als Gesamtkonzern. Gewinne aus dem Betrieb der Infrastruktur sollten zukünftig in der neuen Infrastruktureinheit verbleiben und die Investitionsmittel für die DB Infrastruktur erhöht werden.

    „Wir werden den Masterplan Schienenverkehr weiterentwickeln und zügiger umsetzen, den Schienengüterverkehr bis 2030 auf 25 Prozent steigern und die Verkehrsleistung im Personenverkehr verdoppeln“, schreiben die Koalitionäre. Die Einführung der Digitalen Automatischen Kupplung wolle man beschleunigen, den Einzelwagenverkehr stärken und Investitionsanreize für Gleisanschlüsse setzen. Bis 2030 soll 75 Prozent des Schienennetzes elektrifiziert sein.

    Bei neuen Gewerbe- und Industriegebieten soll die Schienenanbindung verpflichtend geprüft werden. Terminals des Kombinierten Verkehrs (KV) wollen die Parteien weiter fördern, die Kranbarkeit von Standard-Sattelaufliegern vorantreiben und den Zu- und Ablauf bis maximal 50 Kilometer von der Lkw-Maut freistellen.

    Schifffahrt

    Hier steht unter anderem die Entwicklung einer Nationalen Hafenstrategie auf der Agenda. „Den Schifffahrtsanteil im Güterverkehr wollen wir steigern und dazu auch Hinterlandanbindungen stärken. Wir werden Landstrom und alternative Antriebe und Kraftstoffe fördern“, heißt es unter anderem im Koalitionsvertrag. Das Flottenerneuerungsprogramm für die klimafreundliche Binnenschifffahrt soll angepasst werden. Außerdem wolle man bei der Ausgestaltung von Fit for 55 die Gesamtbelastungen für die Schifffahrt im Blick behalten.

    Luftfahrt

    Deutschland soll Vorreiter beim CO2-neutralen Fliegen werden „bei Wahrung von fairen Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb.“ Bis zur europäischen Entscheidung über die Einführung einer Kerosinsteuer in Anlehnung an den Energiegehalt wollen sich die drei Parteien dafür einsetzen, auch europaweit eine Luftverkehrsabgabe einzuführen, wie sie in Deutschland erhoben wird. Außerdem wolle man mit Blick auf die aktuelle pandemiebedingte Krise der Luftfahrtbranche eine Erhöhung der Luftverkehrsabgabe erst nach 2023 prüfen. (sn)


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    Ingo Malsbenden, Geschäftsführer des unter anderem auf UK-Verkehre spezialisierten Speditions- und Logistikunternehmens Moeller

    ©Moeller


    Spedition Moeller kommt mit dem Brexit gut zurecht

    Das Speditions- und Logistikunternehmen aus Düren hat nach eigenen Angaben seine UK-Verkehre erfolgreich auf die seit Anfang des Jahres geltenden Regeln umgestellt.

    Düren. Die Moeller - Internationale Spedition + Logistik hat den Brexit bedingten Mehraufwand bei Spedition und Kunden für die Zoll- und Versanddokumentation nach eigenen Angaben in kurzer Zeit in den Griff bekommen. Das Unternehmen habe in Großbritannien einen zuverlässigen Zollagenten beauftragt, der die Abwicklung „zeitnah und ordentlich durchführt“, teilte Ingo Malsbenden mit, Geschäftsführer des Speditions- und Logistikunternehmens mit Sitz in Düren.

    Neue Regeln gelten seit Anfang 2021

    Nach dem Austritt aus der EU zum 31. Januar 2020 wurde Großbritannien ein Drittland. Galten nach dem Brexit zunächst die Erleichterungen des Freihandels und der EU-Zollunion im UK-Verkehr noch bis Jahresende weiter, trat Anfang 2021 das Abkommen über Handel und Zusammenarbeit der EU mit dem Vereinigten Königreich in Kraft. Da das Abkommen erst Weihnachten 2020 unterzeichnet wurde, hatten Unternehmen wie Moeller und deren Kunden nur eine Woche Zeit, die vorerst noch vereinfachten Zoll- und Dokumentationsregeln einzuführen.

    Über die zollrechtlichen Neuerungen informierte Moeller die Kunden fortlaufend in Rundschreiben und eignete sich notwendiges Wissen in Schulungen an. Erste Priorität hatte die regelkonforme Zollabwicklung. „Eine falsche Zolltarifnummer oder unvollständige Unterlagen können verheerende Auswirkungen haben“, sagte Malsbenden. „Im schlimmsten Fall kommt es zu langen Standzeiten oder Ein- und Ausfuhr werden komplett verweigert.“

    Viele Verlader waren überfordert

    Mehrere Warenversender seien mit den neuen Regelungen überfordert gewesen. So hatten etwa manche hatten noch keine EORI-Nummer (Economic Operators Registration and Identification number), mit der sie sich als Wirtschaftsbeteiligte bei der Zollanmeldung identifizieren müssen. „Versender, die sich unsicher sind, sollten einen Spediteur beauftragen, der genügend Zollexpertise mitbringt“, empfiehlt Malsbenden. Von der Anmeldung beim Zoll bis zur Zusammenstellung und Kontrolle der Dokumente könnten zollerfahrene Spediteure alles übernehmen.

    Zum Service eines zollkundigen Spediteurs solle auch gehören, für Importkunden beim Zoll ein sogenanntes Aufschubkonto mit ausreichend Deckung einzurichten, so Malsbenden. Der Importeur habe dadurch den Vorteil, dass Zölle und Einfuhrumsatzsteuer nicht direkt bei der Einfuhr fällig werden, sondern vom Spediteur vorfinanziert und dann weiterbelastet werden. Das beschleunige die Verzollung, weil Bonitätsprüfungen, vor allem im Fall von hochwertigen Importsendungen, wegfallen.

    Noch mehr Bürokratie droht im kommenden Jahr

    Malsbenden befürchtet, dass der bürokratische Aufwand noch zunehmen wird. Zu Beginn des kommenden Jahres sollen Vereinfachungen im Zollverfahren wegfallen. Da Großbritannien dann zolltechnisch ein Drittland ist, müssen alle Sendungen mit einem Zollpapier (in diesem Fall T1-Dokument) abgefertigt und gleich bei der Einfuhr in Großbritannien verzollt werden. Derzeit gilt noch eine Sechsmonatsfrist, das heißt, die Sendungen können auch noch nach der Direkteinfuhr verzollt werden. Zudem wird eine vollständige Zollkontrolle und die Anmeldung beim Goods Vehicle Movement Service (GVMS) obligatorisch. (sn)


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    Die etwa 600 Meter lange Salierbrücke über den Rhein ist wieder geöffnet

    ©picture alliance/dpa/Uwe Anspach

    Wichtige Rhein-Brücke wieder offen

    Die Salierbrücke bei Speyer gilt als wichtige Verkehrsachse zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Jetzt wurde sie nach jahrelanger Sanierung wieder für den Verkehr freigegeben.

    Speyer/Karlsruhe. Aufatmen beiderseits des Rheins: Die Salierbrücke als wichtige Verkehrsachse zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist nach jahrelanger Sanierung wieder offen. Vertreter beider Bundesländer durchschnitten am Mittwoch bei der offiziellen Freigabe der 600 Meter langen Brücke symbolisch ein schwarz-rot-goldenes Band. Der Verkehr sollte ab dem späten Nachmittag oder frühen Abend wieder über das Bauwerk rollen können.

    Brücken seien „die Achillesferse im Straßennetz“, sagte Andreas Hollatz, Leiter der Abteilung Straßenverkehr, Straßeninfrastruktur im baden-württembergischen Verkehrsministerium, einer Mitteilung zufolge. Das hätten Verkehrsteilnehmer bei der Instandsetzung der Salierbrücke in den vergangenen beiden Jahren „am eigenen Leib erfahren“ müssen. „Für deren Geduld bedanke ich mich ausdrücklich.“

    Sanierung teurer als geplant

    Auf der Brücke überquerten vor der Sanierung etwa 28.000 Fahrzeuge täglich den Rhein bei Speyer. Eine Untersuchung hatte erhebliche Defizite in der Tragfähigkeit gezeigt. Deswegen hatte das Regierungspräsidium Karlsruhe umfangreiche Sanierungs- und Ertüchtigungsarbeiten in Auftrag gegeben, die Anfang 2019 begannen. Unter anderem wegen Schadstoffbelastungen und zusätzlichen Verstärkungsarbeiten der Fahrbahn hatten sich die Gesamtkosten von ursprünglich 16,7 Millionen Euro auf rund 28,7 Millionen Euro erhöht. (dpa/mh)


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    Bisher wird nur ein geringer Teil des Güterverkehrs zwischen Europa und China per Schiene abgewickelt

    ©Armin Weigel/dpa/picture-alliance


    Neue Gesellschaft DB Cargo Transasia bündelt das Geschäft mit China

    Die Deutsche Bahn bündelt den Güterverkehr von und nach China in einer neuen Gesellschaft und will die Kapazitäten mehr als verdoppeln.

    Berlin. Die Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn, DB Cargo, bündelt den Transport von und nach China in einer neuen Gesellschaft. Mit der DB Cargo Transasia sollen Direktverbindungen zwischen China und 18 europäischen Ländern möglich werden, teilte das Unternehmen am Freitag, 26. November, mit. Dienstleistungen in China könnten zudem schneller und aus einer Hand angeboten werden. So könnte chinesischen Frachtkunden fortan Abholung, Transport über verschiedene Schienennetze und der Weitertransport in Deutschland aus einer Hand angeboten werden. Zuvor hätten die Kunden dafür oft verschiedene Dienstleister beauftragen müssen.

    Bis 2025 will die DB die Kapazitäten mehr als verdoppeln

    DB Cargo transportierte im vergangenen Jahr rund 200.000 Container zwischen Asien und Europa hin und her. Bis zum Jahr 2025 will die Bahn die Kapazitäten auf 500.000 Container mehr als verdoppeln. Auf derzeit zehn Routen werde der Verkehr abgewickelt.

    China ist seit Jahren einer der wichtigsten Handelspartner der EU, für Deutschland sogar der wichtigste. Ein Großteil des Warenverkehrs zwischen beiden Regionen wird allerdings per Schiff abgewickelt. Nur 1,9 Prozent des Warenwerts wurde 2017 per Bahn transportiert, wie aus den aktuellen Daten des Forschungs-Informations-Systems hervorgeht, einer Wissensplattform für die Bereiche Mobilität und Verkehr. (dpa)


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    Nach der Razzia kamen 15 Männer in Untersuchungshaft (Symbolbild)

    ©Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim


    Polizei gelingt Schlag gegen Planenschlitzer-Bande

    Die Polizei hat bei Razzien gegen Planenschlitzer große Mengen an Diebesgut sichergestellt. Den Tätern können bisher über 100 Taten in Deutschland zugeordnet werden.

    Gütersloh/Osnabrück. Bei Razzien gegen sogenannte Planenschlitzer in Gütersloh und Rumänien hat die Polizei große Mengen an Diebesgut und Bargeld von mehr als 20.000 Euro sichergestellt. Der Wert der Beute liege bei über zwei Millionen Euro, auch die Schäden für die Transportfirmen seien immens, teilte die Polizei am Freitag, 26. November, mit. Von den Verdächtigen seien nach richterlicher Vorführung 15 Männer im Alter von 22 bis 39 Jahren in Untersuchungshaft – 13 in Rumänien und zwei in Deutschland.

    Mehrere Hundert Einsatzkräfte durchsuchten am Dienstag zahlreiche Häuser, Wohnungen, Hallen, Keller und Fahrzeuge. Die Bande soll vor allem an Rastplätzen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zugeschlagen haben. In Niedersachsen werteten die Ermittler sechs Brennpunkte aus, unter anderem in Hannover, Braunschweig und Göttingen. Insgesamt durchsuchten die Beamten 57 Objekte, 11 davon im Großraum Gütersloh und 46 in Rumänien. Der rund 30 Personen starken Tätergruppe konnten den Angaben zufolge bisher 112 Taten in Deutschland zugeordnet werden. Besonders häufig schlugen sie demnach auf einem Rasthof an der Landesgrenze in Salzbergen zu.

    Polizei hat seit eineinhalb Jahren ermittelt

    Unter Federführung der Staatsanwaltschaft in Osnabrück, mit Beteiligung von Europol sowie rumänischer und französischer Behörden, dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg und der Polizei in NRW hat eine Ermittlungsgruppe aus dem Emsland seit eineinhalb Jahren ermittelt.

    Bei den Durchsuchungen entdeckten die Beamten in Rumänien beispielsweise über 100 Kartons mit neuwertigen Laptops, 100 Kartons mit original verpacktem Parfüm und Kosmetikartikel. Auch Schuhe, Bekleidung, zahlreiche Fernseher und Kartons mit teuren Wein- und Cognacflaschen wurden beschlagnahmt. Nachts schlugen die Diebe zu und schlitzten die Planen von Lastwagen auf, während die Trucker schliefen. Dann verluden sie die Beute und versuchten sie überwiegend im Ausland zu verkaufen. (dpa)


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    Unter der künftigen Bundesregierung könnte der Verkauf von DB Schenker vorangetrieben werden

    ©Deutsche Bahn AG/Michael Neuhaus


    Verkaufsgerüchte um DB Schenker

    Die Koalitionspartner der künftigen Bundesregierung wollen, dass sich die Deutsche Bahn stärker auf ihr Kerngeschäft konzentriert. Ein Verkauf der Logistiktochter DB Schenker könnte daher näher rücken.


    Berlin/Essen. Dem „Handelsblatt“ zufolge zeichnet sich bei der Deutschen Bahn der Verkauf der Logistiktochter DB Schenker ab. Der Name Schenker werde zwar im Koalitionsvertrag nicht genannt, heißt es da, die neue Ampelregierung sei sich aber einig, dass sich der Staatskonzern offenbar künftig stärker auf sein Kerngeschäft in Deutschland konzentrieren solle.

    ngeblich Sondierungsgespräche mit DSV Panalpina

    Damit erhalten die Verkaufsgerüchte um DB Schenker neue Nahrung. Schon im Mai 2021 hatten unterschiedliche Medien, unter anderem auch die VerkehrsRundschau, darüber berichtet, dass angeblich der dänische Transport- und Speditionskonzern DSV Panalpina die Speditionstochter der Deutschen Bahn übernehmen wolle und dazu bereits Sondierungsgespräche aufgenommen habe. Ein DB Schenker-Sprecher hatte dies seinerzeit gegenüber der VerkehrsRundschau aber nicht kommentieren wollen.

    Zeitpunkt für den Verkauf wäre günstig

    Branchenkenner rechneten schon damals nicht damit, dass der Verkauf von DB Schenker unter der Merkel-Regierung erfolgen würde – auch aus Zeitgründen, um einen guten Verkaufspreis für das Unternehmen erzielen zu können. Mit FDP-Mann Volker Wissing, der derzeit als möglicher künftiger Bundesverkehrsminister im Gespräch ist, könnte der Verkauf aber vorangetrieben werden.

    Der Zeitpunkt für den Verkauf wäre zumindest günstig. Hauptgrund dafür ist: Die Deutsche Bahn als Mutterkonzern von DB Schenker braucht dringend Geld. So rutsche die DB pandemiebedingt im Jahr 2020 in tiefrote Zahlen. Der DB-Umsatz sank in diesem Zeitraum um 10,2 Prozent auf 39,9 Milliarden Euro, und das bereinigte Ebit lag 2020 bei einem Minus von 2,903 Milliarden Euro.

    Schenker-Verkauf könnte 15 Milliarden Euro und mehr bringen

    Der Verkauf von Schenker könnte der DB also, zitierte das „Manager Magazin“ im Mai einen Insider, bis zu 15 Milliarden Euro in die Kassen spülen. Denn DB Schenker hatte 2020 ein Rekord-Ergebnis von 711 Millionen Euro erwirtschaftet. Und in diesem Jahr dürfte das Logistikunternehmen, wie nahezu alle großen Logistikkonzerne, sogar noch bessere Zahlen erwirtschaftet haben. Gut möglich also, dass sich durch den Verkauf von DB Schenker sogar noch ein höherer Verkaufspreis erzielen lässt. Denn auch für Finanzinvestoren dürfte das Logistikunternehmen sehr attraktiv sein. (eh)


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    Die Testfahrten von Oberleitungs-Lkw in Baden-Württemberg sind derzeit unterbrochen

    ©Verkehrsministerium Baden-Württemberg

    EWayBW: Oberleitungs-Lkw machen Pause

    Beim Projekt mit Oberleitungs-Lkw in Baden-Württemberg ist der Testbetrieb unterbrochen, Grund ist der Austausch von Komponenten, deren Lieferung sich verzögert.

    Stuttgart/ Rastatt. Wegen Bauarbeiten sind die Fahrten von Oberleitungs-Lkw auf der EWayBW-Teststrecke in Baden-Württemberg derzeit unterbrochen, teilte das Landesverkehrsministerium mit. Bei den derzeit stattfindenden Arbeiten handele es sich um den Austausch funktionsgestörter Teile, was sich „wegen der Beeinträchtigung in den globalen Lieferketten“ bis in den Januar 2022 verzögere, so das Ministerium weiter. Auch auf den beiden anderen Pilotversuchen mit Oberleitungs-Lkw in Hessen und in Schleswig-Holstein müssten ebenfalls Komponenten an den Stromleitungen ausgetauscht werden. Der Testbetrieb soll nach dem Tausch der Komponenten umgehend wieder aufgenommen werden.

    Der Regelbetrieb auf der Teststrecke läuft seit September 2021. Die Erfahrungen der E-Highway-Versuche im realen Einsatz hätten für bestimmte Komponenten nun aufgezeigt, dass „die Zuverlässigkeit der Anlage weiter verbessert werden muss“, lautet ein Fazit des baden-württembergischen Verkehrsministeriums.

    Ergebnisoffener Technologievergleich

    Ziel des Pilotprojekts ist ein realitätsnaher Betrieb von Oberleitungs-Lkw. Eine wissenschaftliche Begleitforschung soll Aspekte der Energieversorgung sowie Auswirkungen auf Lärm, Luftschadstoffe und straßenplanerische Maßnahmen untersuchen. Die B 462 im Murgtal wurde für das Pilotprojekt gewählt, weil auf der Strecke ein 24 Stunden/7 Tage-Betrieb zwischen Obertsrot (Kreis Rastatt) und Kuppenheim stattfindet.

    Während des dreijährigen Realbetriebs werden nicht nur Oberleitungs-Lkw eingesetzt. Im Rahmen eines ergebnisoffenen Technologievergleichs kommen weitere alternative Antriebstechnologien zum Einsatz. Darunter sind ein Wasserstoff-/Brennstoffzellen-Lkw von Iveco Nikola und ein Bio-Methan-Lkw von Iveco. Außerdem werden noch ein batterieelektrischer Lkw mit Pantograf sowie rein batterieelektrische Lkw von Daimler und von Iveco getestet. (tb)


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  • BMVI: Klarstellung zur 3G-Regelung für Berufskraftfahrer

    Lkw-Fahrer sind verpflichtet, beim Betreten einer Arbeitsstätte einen Nachweis über ihren Impf-, Sero- oder Teststatus vorzulegen, stellte das Bundesverkehrsministerium nun klar.

    Berlin. Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) hat nochmals eine Klarstellung veröffentlicht, ob und inwieweit Lkw-Fahrpersonal von den 3G-Regelungen betroffen ist, worauf der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT) hinweist. Grund für die Klarstellung seien zahlreiche Anfragen gewesen, erklärte das BMVI, das diese Klarstellung in Abstimmung mit anderen Ressorts vorgenommen hat.

    Was die Definition der Arbeitsstätte und damit verbunden die Frage betrifft, ob Lkw, Schiffe etc. als Arbeitsstätte gelten, erklärt das Bundesverkehrsministerium, dass gemäß Auslegung des zuständigen Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) die neuen Regelungen des §28b Infektionsschutzgesetz (IfSG) auch für Berufskraftfahrer gelten. Damit sei diese „Berufsgruppe ebenfalls verpflichtet, beim Betreten einer Arbeitsstätte einen Nachweis über ihren Impf-, Sero- oder Teststatus vorzulegen“.

    Fahrzeuge gelten nicht als Arbeitsstätten

    Zur Definition der Arbeitsstätte gem. §28b IfSG wird auf die Begriffsdefinition in §2 Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) verwiesen, wonach Arbeitsstätten „Orte auf dem Gelände eines Betriebes oder einer Baustelle“ sind, zu denen Beschäftigte im Rahmen ihrer Arbeit Zugang haben. Ob diese Orte in Bezug auf die Nachweis- und Kontrollpflichten der eigenen Arbeitsstätte zuzurechnen sind, sei insbesondere auch vor dem Hintergrund des zentralen Schutzziels des IfSG, die Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu verhindern, unerheblich. Gleichzeitig wird klargestellt, dass „Fahrzeuge oder Verkehrsmittel nicht als Arbeitsstätten im Sinne des § 28b Absatz 1 IfSG gelten“.

    Berufskraftfahrer haben somit auch bei Betreten von Arbeitsstätten anderer Arbeitgeber einen 3G-Nachweis mitzuführen und ihr eigener Arbeitgeber hat das Mitführen zu prüfen. Dies könne beispielsweise durch von ihm beauftragte Beschäftigte vor Ort geschehen oder indem er sich von seinem Arbeitnehmer den Nachweis in digitaler Form vorlegen lässt. Es sei auch möglich, dass „Arbeitgeber eine Vereinbarung treffen, dass Beschäftigte auf dem Gelände des jeweils anderen Arbeitgebers von der entsprechenden Zugangskontrolle erfasst werden“.

    Eng gefasste Ausnahmeregelung

    Ausnahmen sind nur vorgesehen, wenn in der Arbeitsstätte physische Kontakte zu anderen Personen ausgeschlossen sind, zum Beispiel wenn in der Arbeitsstätte anderer Arbeitgeber keine anderen Personen zugegen sind oder ein Kontakt durch die jeweiligen Hygienepläne ausgeschlossen ist. Allerdings gelten im Falle von Einrichtungen der medizinischen Versorgung, Pflege oder Betreuung weitergehende Testpflichten gemäß § 28 Abs. 2 IfSG.

    Die jeweils gültigen Hygienekonzepte sind in jedem Fall zu beachten, betont das BMVI. (tb)


    quelle: https://www.verkehrsrundschau.…skraftfahrer-3061450.html

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  • Transportunternehmen geraten zunehmend unter Druck

    Die Transportunternehmen haben ohnehin mit einem Fahrermangel zu kämpfen, dieser werde durch die kurzfristige Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz noch verschärft, kritisieren Branchenverbände aus Süddeutschland.

    Stuttgart/Freiburg/München. Die kurzfristig eingeführte 3G-Regelung für Fahrer stelle die Transportunternehmen angesichts des anhaltenden Fahrermangel aktuell vor große Herausforderungen, erklärte der BGL-Süd, eine Kooperation der BGL-Landesverbände aus Baden, Württemberg und Bayern. Zwar sei der überwiegende Anteil der Fahrer geimpft, doch falle wegen des ohnehin bestehenden Fahrermangels auch der Anteil nicht geimpfter Fahrer ins Gewicht. „Jeder Fahrer wird dringend gebraucht“, betonten die drei Landesverbände des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) in einer gemeinsamen Erklärung.

    Lkw starten auch zu Zeiten, zu denen es kaum Testmöglichkeiten gibt

    So fehle es an Möglichkeiten zur zertifizierten Testung für Fahrer, die Betriebsgelände von Kunden und Empfängern betreten müssen. Der BGL Süd erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass Lkw auch zu Zeiten starten müssen, zu denen Testmöglichkeiten kaum gegeben sind. Die Transport- und Logistikunternehmen hätten zwar in kürzester Zeit eigene Testmöglichkeiten organisiert, doch werde den Unternehmen die Situation durch enge Vorgaben erschwert. So zählen zwar laut der Aussage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Arbeitsplätze in Fahrzeugen und in Verkehrsmitteln nicht zu den Arbeitsstätten im Sinne von § 28 IfSG und sind insoweit dem Homeoffice gleichgestellt. Dies allein löse das Problem aber nicht, da der Fahrer den Lkw verlassen muss, etwa auf Betriebshöfen, an Rampen, bei Tankvorgängen oder Fahrzeugkontrollen.

    Versorgungsengpass bei AdBlu

    Die Schwierigkeiten der Unternehmen würden noch dadurch verschärft, dass man seit Wochen mit einer Verknappung von AdBlue zu kämpfen habe, das derzeit von der Chemischen Industrie nicht in ausreichender Menge produziert und geliefert werde, heißt es vom BGL-Süd weiter. Der BGL hat deshalb bereits ein wöchentliches Notkontingent für Mitglieder gesichert, denen AdBlue auszugehen droht und die daher ihre Fahrzeuge stehen lassen müssten. (tb)


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    Warum nach den Sternen greifen, wenn man einen fahren kann.

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  • Verbände halten neue 3G-Vorschriften in der Logistik für nicht praktikabel

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    Die neuen 3G-Regeln am Arbeitsplatz stellen für die reibungslosen Abläufe an den Rampen nach Einschätzung von Logistikverbänden eine große Gefahr dar

    © Foto: Siwakorn/Adobe-Stock


    Sechs Verbände aus Verkehr und Logistik haben die diese Woche in Kraft getretene Neufassung des Infektionsschutzgesetzes wegen der 3G-Regeln am Arbeitsplatz massiv kritisiert.

    Die Bundesverbände Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), Möbelspedition und Logistik (AMÖ), Paket & Expresslogistik (Biek), Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL), Spedition und Logistik (DSLV) sowie das DVF Deutsches Verkehrsforum laufen gegen die neuen 3G-Vorschriften am Arbeitsplatz Sturm. So haben die Verbände in einem gemeinsamen Schreiben an den geschäftsführenden Verkehrsminister Andreas Scheuer auf die sich aus der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes ergebenden Schwierigkeiten in der Logistikbranche aufmerksam gemacht. Der Brief ging zudem gleichlautend an die geschäftsführenden Bundesminister für Gesundheit sowie Arbeit und Soziales.

    "Bruch der Lieferketten droht"

    Es bestünden „erhebliche Unsicherheiten zur Anwendung der Regelungen auf Betriebsstätten-fremde Beschäftigte in mobilen Arbeitsumgebungen, vor allem für das Lkw-Fahrpersonal“, heißt es in dem Schreiben. Für den Logistiksektor seien die Vorschriften in der Umsetzung „nicht praktikabel“. Vor dem Hintergrund, dass täglich tausende Lkw-Fahrer in Logistikterminals Güter anliefern oder abholen, würden nicht nur die Betriebe der Speditions-, Paket- und Logistikbranche selbst, sondern auch deren Kunden an Grenzen stoßen, wenn sie Betriebsstätten-fremdes Personal auf dem eigenen Gelände nach den 3G-Regeln erfassen, kontrollieren und gegebenenfalls nachtesten müssten. Anstelle von Ländergrenzen drohe nunmehr die Einfahrt zu Betriebsgeländen „zum Flaschenhals für die Logistik und zu einer weiteren Bruchstelle für Lieferketten zu werden“, beklagen die Verbände.

    „Deshalb erbitten wir dringend eine Klarstellung, dass Betriebsstätten-fremdes Personal, das sich bei Berücksichtigung sämtlicher betrieblicher Hygiene- und Schutzmaßnahmen nur kurzfristig in Betriebsstätten aufhält (z. B. zu Zwecken der Abholung und Anlieferung von Waren), nicht von den Regelungen des § 28b IfSG erfasst ist“, fordern sie in dem Schreiben.


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  • Luftfahrtindustrie blickt positiv in die Zukunft

    Tausende verloren ihre Arbeitsplätze, weil in der Corona-Krise kaum noch jemand flog. Denn die Fluggesellschaften legten ihre Aufträge für neue Flugzeuge auf Eis. Nun geht es wieder aufwärts.

    Berlin. Nach der schwersten Krise des Luftverkehrs seit dem Zweiten Weltkrieg sieht sich der Flugzeugbau in Deutschland auf Erholungskurs. „Die Talsohle ist jetzt durchschritten“, sagte Michael Schöllhorn, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie der Deutschen Presse-Agentur. „Wir fangen wieder an, die Produktion zu steigern, wieder Menschen einzustellen.“

    Die Branche hatte 2020 zehn Milliarden Euro an Umsatz eingebüßt und ihre Beschäftigtenzahl um gut 8000 auf 73.000 gesenkt. 2021 sei zwar auch noch ein schwieriges Jahr, sagte Schöllhorn. Erst an diesem Wochenende bekam die Luftfahrtbranche wieder die Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie zu spüren: Aus Sorge vor einer neuen Coronavirus-Variante schränkten Deutschland und andere Staaten den Flugverkehr aus Südafrika ein. Die Unternehmen der Branche hatten sich laut Schöllhorn in der Krise aber generell resilienter gezeigt als gedacht.

    „Wir hatten immer ein gutes Auftragspolster. Die Airlines haben fast nichts storniert, sondern verschoben.“ 2021 werde Umsatz auf dem Niveau von 2020 liegen oder etwas darüber. „Bis wir den Stand des Vor-Krisen-Niveaus haben, wird es bis mindestens Ende 2023 dauern.“

    Lob für den Koalitionsvertrag

    Im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP sieht die Branche viel Gutes für sich. „Wir werden als Schlüsselbranche bezeichnet, es gibt konkrete Aussagen zur Förderung von Technologien, was die Dekarbonisierung angeht bis hin zu geplanten Demonstratorprogrammen.“ Zudem gebe es klare Aussagen, die Raumfahrt und die Rolle der Bundeswehr zu stärken, sagte Schöllhorn, der bei Airbus die Vereidigungs- und Raumfahrtsparte leitet.

    Schöllhorn forderte, die Produktion nachhaltiger Flugzeugkraftstoffe schneller auszubauen. Diese werden ohne Erdöl etwa aus Pflanzen oder Abfällen gewonnen. „Wir könnten aufgrund der Triebwerkstechnologie sofort auf 50 Prozent Sustainable Aviation Fuels hochgehen.“ Damit die Energiewirtschaft die Produktion hochfahre, seien Förderung und Anreize erforderlich.

    Zudem müsse die Frage beantwortet werden, woher künftig die großen Mengen an Strom für das Fliegen mit Hilfe von Wasserstoff kommen können. „Es ist der richtige Schritt, den Kohleausstieg vorzuziehen. Aber was stattdessen? Wenn wir dann den Atomstrom aus


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  • Maut_RonaldWittek_dpa_pa_1920.jpg

    Im vergangenen Jahr betrugen die Einnahmen durch die Lkw-Maut rund 7,4 Milliarden Euro

    ©Ronald Wittek/dpa/picture-alliance

    Urteil im Musterverfahren zur Lkw-Maut erwartet

    Die Berechnung der Lkw-Maut ist am Dienstag wieder Thema beim Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen. Der Ausgang des Musterverfahrens könnte Bedeutung für die künftige Maut-Erhebung haben.

    Münster. Das Oberverwaltungsgericht NRW (OVG) in Münster befasst sich am Dienstag erneut mit der Berechnung der Lkw-Maut in Deutschland. Das aufwendige Musterverfahren läuft bereits seit einigen Jahren. Es hat durch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs in einer ihm vorlegten Einzelfrage bereits eine Änderung der Maut-Kalkulation bewirkt. Im Anschluss an die mündliche Verhandlung am Dienstag will der 9. Senat ein Urteil verkünden.

    Kläger fordern 12.000 Euro Mautgebühren zurück

    In dem Verfahren geht es konkret um mutmaßlich zu viel gezahlte Maut im Zeitraum Januar 2010 bis Juli 2011 durch ein Speditionsunternehmen aus Polen. Die beiden Kläger halten die Mautgebühren aus verschiedenen Gründen für rechtswidrig und fordern rund 12.000 Euro Mautgebühren zurück. Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Klage in erster Instanz abgewiesen. In dem Verfahren seien jetzt weitere Streitfragen zu klären, teilte das OVG mit. Für die Klage sind Gerichte in Nordrhein-Westfalen zuständig, weil das für die Lkw-Maut zuständige Bundesamt für Güterverkehr (BAG) in Köln sitzt.

    Schon 2019 hatte der OVG während des Verfahrens dem Europäischen Gerichtshof eine einzelne Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt. Der EuGH entschied daraufhin im Oktober 2020, dass die Kosten für die Verkehrspolizei bei der Kalkulation der Lkw-Maut nicht berücksichtigt werden dürfen. Die Bundesrepublik änderte daraufhin die Kalkulation vom Tag der Entscheidung an und erstattete den Klägern 424 Euro Mautgebühren.

    36.000 Anträge beim BAG bis Juni eingegangen

    Beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) sind seitdem Zehntausende Erstattungsanträge von Speditionen und Logistikunternehmen eingegangen. Bis Juni zählte die Behörde knapp 36.000 Anträge, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von FDP-Abgeordneten im Bundestag hervorgeht.

    Die Speditionsbranche verfolgt das Verfahren aufmerksam. Die Einschätzungen des Gerichts in der mündlichen Verhandlung würden für Tausende von mautzahlenden Unternehmen von Interesse sein, teilte der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) im Vorfeld mit. „Die Positionierung des OVG ist dabei besonders relevant für die Unternehmen, die Anträge auf Rückerstattung der Lkw-Maut gestellt haben oder solche Anträge noch stellen werden“, sagte ein Sprecher. Fällt das OVG ein Urteil und lässt es eine Revision zu, wäre das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die letzte Entscheidungsinstanz.

    Die Lkw-Maut wurde in Deutschland 2005 auf den Bundesautobahnen eingeführt und später auf alle Bundesstraßen ausgeweitet. Die Einnahmen werden laut Bundesverkehrsministerium seit 2011 ausschließlich für die Bundesfernstraßen verwendet. Im Jahr 2020 betrugen die Einnahmen rund 7,4 Milliarden Euro. (dpa/sn)


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  • 1920_Gigaliner_Kontrolle.jpg

    Wegen Überstand der Ladung wurden die Beamten auf die Fahrzeugkombination aufmerksam

    ©Autobahnpolizeiinspektion Thüringen

    Gigaliner verstösst gegen diverse Vorschriften

    In Thüringen hat die Polizei eine überlange Fahrzeugkombination angehalten, die mit Überstand aufgefallen war. Fahrer und Transportunternehmen drohen nun Strafen.

    Hermsdorf. Im thüringischen Hermsdorf wurde ein Gigaliner von der Autobahnpolizei aus dem Verkehr gezogen. Wie die Beamten der Kontrollgruppe gewerblicher Güterverkehr der Autobahnpolizei-Inspektion am Montag bekannt gaben, wurde der Lkw am Hermsdorfer Kreuz angehalten. Das Fahrzeug war mit Strohballen beladen, die von Deutschland nach Österreich überführt werden sollten. Gigaliner unterliegen besonderen Bestimmungen zur Teilnahme am Straßenverkehr, ohne dabei als Großraum- und Schwertransport zu gelten.

    Während der Kontrolle stellten die Polizei zahlreiche Verstöße fest, unter anderem gegen Sozialvorschriften, da wiederholt die täglichen Ruhezeiten verkürzt wurden. Der Fahrer hatte bereits seit einem Jahr keine gültige Qualifikation als Berufskraftfahrer. Obwohl die Fahrzeugkombination eine Überlänge haben darf, wurde auch gegen die Beschränkungen der Abmaße verstoßen. Das Fahrzeug war zu breit und zu lang durch den Überstand der Ladung, der Fahrer konnte laut den Beamten dafür keine Genehmigung vorweisen.

    Beamte ermitteln gegen das Transportunternehmen

    Insgesamt wurde die zulässige Gesamtmasse von 40 Tonnen um vier Tonnen überschritten. Die Polizei bemängelte außerdem die fehlende Ladungssicherung. Darüber hinaus hatte der Fahrer hatte sich nicht an die Fahrwegbestimmungen gehalten, die für sein Fahrzeug vorgelegen hätten.

    Dem Transport wurde aus diesen Gründen die Weiterfahrt untersagt. Gegen den Fahrer wurden mehrere Bußgeldverfahren eingeleitet. Des Weiteren wurden auch gegen das in Deutschland ansässige Transportunternehmen Ermittlungen eingeleitet. In welchem Bundesland das Transportunternehmen seinen Sitz hat und in welcher Höhe das Bußgeld ausfallen könnte, konnte die Autobahnpolizei-Inspektion der Thüringer Polizei auf Nachfrage der VerkehrsRundschau nicht mitteilen. (sn)


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    Hellmann will seine Marktposition im Bereich der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren weiter ausbauen

    ©Hellmann Worldwide Logistics

    Hellmann expandiert in Nordamerika

    Der Logistikdienstleister übernimmt ein 130.000 Quadratmeter großes Distributionszentrum von Vestas, einem Hersteller von Windenergie-Anlagen.

    Osnabrück/Houston. Hellmann Worldwide Logistics vergrößert sich in Nordamerika. Wie der Logistikdienstleister am Montag mitteilte, arbeitet das Unternehmen im Bereich Kontraktlogistik ab sofort mit dem Hersteller, Installateur und Serviceanbieter von Windenergie-Anlagen Vestas zusammen.

    Im Rahmen der Kooperation übernimmt Hellmann Vestas´Distributionszentrum für Ersatzteile in Nordamerika. Von dem neu errichteten, 130.000 Quadratmeter großen Lager in Houston aus steuert Hellmann die Versorgung mit Ersatzteilen und Komponenten für bestehende sowie neue Vestas-Windparks in den USA und Kanada.

    Komplexe Aufgabe

    Der Auftrag zeichnet sich laut Hellmann durch ein hohes Maß an Komplexität aus, da die gelagerten Waren von Kleinteilen, wie elektronischen Komponenten, über Gefahrgut wie Batterien und Schmierstoffe bis hin zu großen Turbinenkomponenten reichen. Das Leistungsangebot von Hellmann reicht nach eigenen Angaben dabei vom Bestandsmanagement über die Konfektionierung und Ladungskonsolidierung bis hin zur Kommissionierung für ausgehende Aufträge und deren Versand.

    „Wir freuen uns, dass wir unsere Marktposition im Bereich der erneuerbaren Energien in Nordamerika durch die Partnerschaft mit Vestas weiter stärken können. Als Unternehmen mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit ist es unser Ziel, dieses Geschäftsfeld in den kommenden Jahren global noch weiter auszubauen", sagte Volker Sauerborn, Chief Operating Officer Contract Logistics von Hellmann. (sn)


    quelle: https://www.verkehrsrundschau.…-nordamerika-3062698.html

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  • 1920_Ostseetunnel_1920.jpg

    Erster Spatenstich: unter anderem mit Benny Engelbrecht, Verkehrsminister von Dänemark, Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im BMVI und Bernd Buchholz, Verkehrsminister von Schleswig-Holstein (ab Dritter von links)

    ©Frank Molter/dpa/picture alliance

    Spatenstich für Ostseetunnel gesetzt

    Immer wieder hatte es Proteste und Klagen gegen das Milliardenprojekt von Deutschland und Dänemark gegeben. Am Montag starteten nun auch hierzulande symbolisch die Bauarbeiten für den 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel.

    Puttgarden. Mit einem Spatenstich auf der Insel Fehmarn sind am Montag die Arbeiten am Ostseetunnel zwischen Deutschland und Dänemark symbolisch gestartet worden. Die Zugverbindung werde durch den 18 Kilometer langen Tunnel für Reisende zwischen Hamburg und Kopenhagen attraktiver, sagte der dänische Verkehrsminister Benny Engelbrecht auf Fehmarn. Das sei auch gut für die Umwelt. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, betonte: „Es ist ein Projekt, an dem man erkennen kann: Europa wächst zusammen.“ Auch Lkw sollen den Absenktunnel künftig nutzen können.

    Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz sprach von einem großen Tag. „Das ist wirklich ein Jahrhundertprojekt“, sagte der FDP-Politiker. Die Fehmarnbeltquerung sei auch für Norddeutschland eine riesige Chance. Die Gegner seien eine „lautstarke Minderheit“, er setze auf Versöhnung in der Zukunft. Gegen das Projekt gab und gibt es immer wieder Klagen.

    2029 soll das Projekt fertig sein

    Seit Juli wird auf dänischer Seite am Aushub des Tunnelgrabens gearbeitet. Seit September auch vor der deutschen Küste. Der 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel soll 2029 fertig sei. Dänemark trägt die Baukosten von geschätzt 7,1 Milliarden Euro für den Tunnel, Deutschland die Kosten für die hiesige Straßen- und Schienenanbindung von geschätzt 3,5 Milliarden Euro.

    Bereits seit dem Sommer 2020 wird in Dänemark gebaut, zunächst am Arbeitshafen auf Lolland. Seit Juli 2021 wird auf dänischer Seite am Aushub des Tunnelgrabens gearbeitet und seit September auch vor der deutschen Küste.

    12.000 Einwendungen gegen den Tunnel

    Während die Dänen bereits seit 2015 Baurecht haben, gingen in Deutschland mehr als 12.000 Einwendungen gegen das Projekt ein. Seit Ende 2020 kann auch hierzulande gebaut werden. Im November 2020 hat das Bundesverwaltungsgericht Klagen gegen das Milliardenprojekt abgewiesen. Die Richter gaben den Planern aber auf, bei den erst später im Trassenbereich entdeckten Riffen nachzubessern.

    Für durch den Bau zerstörte Riffe sind Ausgleichsflächen geplant. Unter anderem der Naturschutzbund Nabu und das Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung gehen weiter juristisch gegen das Projekt vor. Der Nabu wirft den Behörden vor, gesetzliche Vorgaben beim Ausgleich der 36 Hektar Riffflächen nicht erfüllt zu haben.

    Noch verkehren zwischen Fehmarn und Dänemark Fähren. Sie benötigen etwa 45 Minuten für eine Passage. Um Fehmarn und das Festland auf künftig deutlich mehr Verkehr vorzubereiten, soll die sogenannte Hinterlandanbindung in Schleswig-Holstein ausgebaut werden. Während es für den Ausbau der Bundesstraße auf Fehmarn bereits Baurecht gibt, bezeichnete Verkehrsminister Buchholz den geplanten Ersatz der Fehmarnsundbrücke zwischen Insel und Festland als „ein etwas schwierigeres Kapitel“. Für den Ausbau der Bahnstrecke auf dem Festland rechnet Buchholz dagegen nicht mit großen Schwierigkeiten. (dpa/sn)


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    Viele Schiffslieferungen kommen nach wie vor verzögert an - das zieht Lieferprobleme im Handel nach sich

    ©Chunyip Wong/iStockphotos

    Lieferprobleme im Einzelhandel verschärfen sich

    Wenige Wochen vor dem Weihnachtsfest haben sich die Lieferprobleme im Einzelhandel verschärft - vor allem bei Spielwaren.

    München. Kurz vor Weihnachten haben sich die Lieferprobleme im Einzelhandel deutlich verschärft, ermittelte das Münchner Ifo-Institut im Rahmen ihrer monatlichen Konjunkturumfrage. Demnach klagten 77,8 Prozent der Einzelhändler im November, dass nicht alle bestellten Waren geliefert werden können. Im Oktober waren es 60 Prozent, im September 74 Prozent. „Manche Stelle im Regal wird zu Weihnachten wohl leer bleiben“, sagt der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Demnach befinde sich noch immer Sand im Getriebe der weltweiten Logistik. „Viele Schiffslieferungen sind verzögert“, so Wohlrabe.

    Vor allem den Spielzeugeinzelhandel trifft die aktuelle Situation empfindlich - hier gab jedes befragte Unternehmen an, von den Lieferproblemen betroffen zu sein. Auch im Handel mit Fahrrädern (95,8 Prozent) und Autos (93,5 Prozent) sind fast alle Unternehmen betroffen. Baumärkte waren zu 93 Prozent betroffen, Computerhändler zu 91,3 Prozent. Der Nachschub für alle elektronischen Produkte sei schwierig, so das Ifo-Institut.

    Für die Verbraucher hat das spürbare Folgen: „Mehr als zwei Drittel der Einzelhändler wollen in den nächsten drei Monaten die Verkaufspreise anheben“, ergänzt Wohlrabe. (mh)


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    Die europäischen Transport- und Logistikverbände fordern EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Brief auf, gegen Österreich vorzugehen

    ©auergraphics/stock.adobe.com

    Brennertransit: Transport- und Logistikverbände wollen gegen Österreich vorgehen

    Aufgrund der Verschärfung der Situation haben heute 13 Transport- und Logistikverbände aus der gesamten EU in einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Besorgnis über die Schwierigkeiten beim Gütertransport auf der Straße durch Tirol zum Ausdruck gebracht.

    Frankfurt am Main. Die Anti-Transitpolitik Österreichs schränkt den Güterverkehr auf der Straße in Tirol bereits seit Jahren massiv ein. Dies führt in der Folge zu erheblichen Behinderungen bei der Aufrechterhaltung von Dienstleistungen und bei der Beförderung von Gütern über einen der wichtigsten Transitkorridore der EU, mit rund 7000 Lkw-Fahrten pro Tag.

    Auf Grund der Verschärfung der Situation haben heute 13 Transport- und Logistikverbände aus der gesamten EU in einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Besorgnis über die Schwierigkeiten beim Gütertransport auf der Straße durch Tirol zum Ausdruck gebracht. Sie fordern die Europäische Kommission erneut auf, ihrer Rolle als Hüterin der EU-Verträge gerecht zu werden und Österreichs illegale Anti-Transit-Maßnahmen zu stoppen.

    Bereits im März 2021 hatten die Verbände in einem Schreiben an die Präsidentin der Europäischen Kommission darauf hingewiesen, dass die Europäische Kommission dringend eingreifen und ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich einleiten müsse. Dieses Schreiben blieb unbeantwortet und die Präsidentin der EU-Kommission stellt sich seither gegenüber den Forderungen der Transportbranche taub.


    Österreichische Transitpolitik hat weitgehende Folgen


    Das heutige Schreiben enthält Beispiele über die negativen Auswirkungen der österreichischen Transitpolitik, wie der Blockabfertigung in Tirol, in deren Folge es in der vergangenen Woche zu einem schweren Auffahrunfall mit einem Tanklastzug kam. Anschließend musste die Autobahn A8 in beiden Richtungen für 24 Stunden gesperrt werden. Kilometerlange Staus in Bayern waren die Folge. Da die Zeitfenster, in denen Lkw über den Brenner fahren dürfen, immer kleiner werden, kommt es in Bayern regelmäßig zu massiven Staus von bis zu 70 km Länge. Dies führt zu unzumutbaren Belastungen für Anwohner und Umwelt auf der deutschen Seite des Inntals. Hinzu kommt, dass die betroffenen Lkw-Fahrer unter prekären Bedingungen und ohne Zugang zu sanitären Einrichtungen im Stau warten müssen. Dies stellt die Logistikbranche, die derzeit ohnehin mit einem dramatischen Arbeitskräftemangel konfrontiert ist, vor erhebliche Herausforderungen.


    Brennertunnel voraussichtlich 2023 fertiggestellt


    Im Jahr 2020 passierten rund 2,31 Millionen Lkw die Brennerautobahn. Um diese auf die Schiene zu verlagern, wären 428 Züge der Rollenden Landstraße (RoLa) pro Tag notwendig. Derzeit verkehren nur etwa 30 RoLa-Züge pro Tag über den Brenner. Die Schiene wird in absehbarer Zeit keine ausreichenden Kapazitäten zur Verlagerung des Straßengüterverkehrs bereitstellen. Mit der Fertigstellung des Brennertunnels ist frühestens im Jahr 2032 zu rechnen. Die Fertigstellung der Zulaufstrecken auf deutscher und italienischer Seite wird voraussichtlich Jahrzehnte dauern. Die Transport- und Logistikbranche fordert daher die Europäische Kommission auf, endlich Maßnahmen zu ergreifen, um die untragbaren wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Tiroler Transitpolitik zu beenden. Die Verbände fordern JETZT Lösungen, um den freien Warenverkehr durch Tirol sicherzustellen. (ste)


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